Viele Blechschäden auf schneebedeckten Fahrbahnen

Hohenlohe Zu zahlreichen Blechschäden kam es ab Sonntagabend auf schneebedeckten Straßen im Hohenlohekreis. Die Polizei schätzte den Gesamtschaden auf rund 16.000 Euro. 

Am Sonntag verlor eine 21-Jährige die Kontrolle über ihren Opel Corsa, als sie gegen 18 Uhr auf der Hermersberger Straße in Künzelsau unterwegs war. Ihr Wagen kam auf der schneebedeckten Fahrbahn nach links von der Fahrbahn ab und stieß dort gegen einer Straßenleuchte.

Ähnlich erging es einer 18-jährigen Autofahrerin, die gegen 17.40 Uhr auf der B19 in Richtung Gaisbach fuhr. Auf Höhe des "Scherers Rank" geriet sie mit ihrem Ford Fiesta nach links auf die Gegenfahrbahn und schlitterte in die Schutzplanke. Glücklicherweise kamen zu dieser Zeit keine Fahrzeuge entgegen. Am Pkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden. 

Bei Kupferzell war gegen 19.45 Uhr eine 49-Jährige in einem Mercedes aus Richtung Schwäbisch Hall unterwegs. Kurz nach der Kupfersenke brach das Heck ihres Autos auf der schneeglatten Fahrbahn aus. Die Fahrerin konnte ihren Pkw nicht mehr unter Kontrolle halten und schlitterte ebenfalls über die Gegenfahrbahn und überfuhr dort mehrere Leitpfosten, ehe der Wagen auf einem parallel verlaufenden Feldweg zum Stehen kam.

Betrunken und mit Sommerreifen Unfall verursacht

Als völlig verantwortungslos könnte man das Verhalten eines Autofahrers bezeichnen, der am Sonntagabend betrunken und mit abgefahrenen Sommerreifen auf schneeglatter Fahrbahn einen Unfall verursachte und danach das Weite suchte.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge, befuhr ein 43-Jähriger kurz vor 20 Uhr mit einem VW Passat die Weinbergstraße in Schöntal. Auf der schneeglatten Fahrbahn verlor der alkoholisierte Fahrer die Kontrolle über den PKW und schlitterte gegen einen am rechten Fahrbahnrand stehenden Ford. Anschließend fuhr der Mann weiter, anstatt den Vorfall zu melden. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 1.500 Euro.

Nachdem eine Streife des Künzelsauer Polizeireviers gerade mit der Unfallaufnahme begonnen hatte, fuhr der mutmaßliche Verursacher erneut die Strecke in Richtung Oberkessach. Die Streife nahm sofort die Verfolgung auf. Der 43-Jährige war jedoch nicht weit gekommen. Auf der schneeglatten Fahrbahn blieb sein Auto an einer Steigung hängen.

Wie sich herausstellte waren Sommerreifen auf dem VW montiert. Diese wiesen darüber hinaus keine ausreichende Profiltiefe auf. Bei der Überprüfung des Autofahrers stieg den Beamten zudem eine ordentliche "Fahne" in die Nase. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von rund 2,8 Promille.

Mit im Fahrzeug befand sich die Lebensgefährtin des 43-Jährigen mit ihren beiden Kleinkindern. Der mutmaßliche Unfallverursacher musste die Beamten daraufhin begleiten und eine Blutprobe sowie seinen Führerschein abgeben. Gegen ihn wird nun ermittelt.

Traktor prallt gegen Streufahrzeug

Am frühen Montag gegen 4.45 Uhr kam es zu einem Unfall mit einem Streufahrzeug. Ein 52-Jähriger fuhr mit seinem Traktor, an dem ein Salzstreuer angebracht war, aus der Einfahrt einer Tankstelle in die Robert-Bosch-Straße ein. Dabei hatte er offenbar den aus Richtung Waldenburger Straße heranfahrenden Mercedes eines 43-Jährigen übersehen. Dieser versuchte noch einen Unfall zu vermeiden, was ihm aufgrund der schneebedeckten Fahrbahn nicht gelang. Auch bei diesem Unfall blieben die Beteiligten unverletzt.