Nach Mühlen-Großbrand: Fischsterben in der Jagst

Kirchberg/Jagst 

Am Samstagabend brannte es in einem ehemaligen Mühlenbetrieb im hohenlohischen Kirchberg. Giftiges Löschwasser ist bei Löscharbeiten in die Jagst gelangt. Inzwischen ist eine größere Menge an Fischen verendet. 

Nach dem Großbrand im hohenlohischen Kirchberg (Landkreis Schwäbisch Hall) ist giftiges Löschwasser in die Jagst gelangt. Das teilte das Landratsamt Schwäbisch Hall in einer Pressemitteilung mit. Demnach vermischte sich das Wasser mit Düngemitteln, die in einem der abgebrannten Gebäude gelagert wurden. Das Gemisch gelangte dann in die Jagst. Mittlerweile sind größere Mengen an Fischen verendet. In welcher Menge konnte das Landratsamt Schwäbisch Hall noch nicht sagen. „Die örtlichen Fischereivereine sind stark beschäftigt, tote Fische einzusammeln“, sagte eine Sprecherin.

Das Feuer in einem ehemaligen Mühlenbetrieb von Samstagabend hatte einen Millionenschaden angerichtet. Die Brandursache war nach Polizeiangaben vom Sonntag zunächst unklar. Verletzt wurde niemand. Mehrere Lagerhallen des Landhandels gingen in Flammen auf, das Feuer griff auf Silos und die Mühle über. In dem Betrieb werde auch Holz gelagert, sagte ein Sprecher. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht an, rund 125 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 1,5 Millionen Euro.