Frontalunfall auf der B19 - Autofahrerin lebensgefährlich verletzt

Von Oliver Färber

Künzelsau 

Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall kam es am Nachmittag auf der Bundesstraße 19 bei Künzelsau.

 

Überall liegen auf der Bundesstraße 19 am Montagabend Glas- und Plastiksplitter herum. Der rote Renault Twingo, mit dem seine Fahrerin gegen 16.15 Uhr in den Gegenverkehr geriet, ist ein Trümmerhaufen. Was genau zu dem Unfall geführt hat, ist zu diesem Zeitpunkt noch völlig unklar.

Fest steht: Die 22-Jährige war mit dem Kleinwagen von Gaisbach bergab in Richtung Künzelsau unterwegs als sie am Ausgang einer langgezogenen Linkskurve in der Nähe des ehemaligen Scherers Rank nach links von ihrer Fahrspur abkam. Dort prallte der Renault frontal mit einem entgegenkommenden silbernen Mercedes zusammen. Der Aufprall war so heftig, dass die Künzelsauer Feuerwehr - mit vier Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften vor Ort - die Unglücksfahrerin mit schweren hydraulischen Spreizer und Scheren aus ihrem demolierten Wagen befreien musste. Die Insassen des Mercedes waren selbst mit relativ leichten Verletzungen dem Auto entstiegen aber trotzdem ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Eine Feuerwehrfrau wacht auch nachdem die Frau in Sicherheit ist noch über das Wrack. Mit einem Schlauch in der Hand ist sie jederzeit bereit, einen möglich entstehenden Brand zu löschen. Gleich neben den beiden Unfallwagen steht ein Rettungswagen. Drinnen kämpfen die Fachleute des DRK Hohenlohe und ein Notarzt um das Leben der jungen Twingofahrerin. Unterstützt werden sie von der Besatzung mit einem weiteren Notarzt des Karlsruher Rettungshubschraubers, der nur ein paar Meter weiter auf der B19 aufgesetzt hat.

Es steht nicht gut um die Patientin. Immerhin gelingt es, die Frau so weit zu stabilisieren, dass wenig später der Helikopter mit ihr an Bord abheben kann. Sie wird in eine Klinik geflogen.

Gefährliche Stelle

Künzelsaus Stadtbrandmeister Thomas Böhret ist die Unfallstelle gut bekannt: Nur ein paar Meter weiter stehen zwei Kreuze an der Straße, auf die er zeigt. Dort sind bereits junge Leute in dieser Kurve ums Leben gekommen, auch ein weiterer schwerer Zusammenstoß hat sich dort bereits ereignet.

Der Einsatz ist für seine Mannschaft und die Polizei aber noch lange nicht beendet. Fachleute untersuchen die Unfallstelle, wollen feststellen, wie es zu dem folgenreichen Unglück gekommen ist. Gerade die Geduld der Lasterfahrer, die auf der B19 nicht wenden können, wird strapaziert. Die Fahrbahn bleibt noch längere Zeit zwischen Gaisbach und Künzelsau gesperrt.

 

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