Feuer in geplanter Flüchtlingsunterkunft Neuenstein

Von Heike Kinkopf

Neuenstein In einer geplanten Flüchtlingsunterkunft an der Bahnhofstraße in Neuenstein ist in der Nacht Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

 

 

Kurz nach 2.30 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein. Die Einsatzkräfte stellten an zwei von sechs Gebäuden an der Außenfassade Feuer fest.

In Neuenstein baut der Hohenlohekreis derzeit sechs schlichte Gebäude für Flüchtlinge, konzipiert wie Vier-Zimmer-Wohnungen mit Platz für rund 80 Personen. Die Häuser sollen in Neuenstein an der Bahnlinie bis zum Frühjahr fertig sein. Der Kreis investiert 2,2 Millionen Euro in die Unterkünfte auf dem ehemaligen BAG-Areal .

Feuer brach an zwei unterschiedlichen Gebäuden aus

Nach ersten Erkenntnissen brannte jeweils außen an der Rückseite von zwei Gebäuden Dämmmaterial im Sockelbereich. Die Feuerwehr brachte den Brand rasch unter Kontrolle, das Feuer war gegen 3.15 Uhr gelöscht. An den Außenfassaden blieben schwarze Rauchspuren zurück. Der Schaden hält sich vergleichsweise in Grenzen.

Die Brandursache ist noch ungeklärt, die Polizei vermutet Brandstiftung. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Ob ein Zusammenhang zum Brand der Flüchtlingsunterkunft in Pfedelbach vor knapp zwei Monaten besteht, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Verdächtige Beobachtungen in der Nacht zum Freitag, insbesondere in der Zeit zwischen 1.30 und 3 Uhr im Bereich der Bahnhofstraße, sollten der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 07941 9300 mitgeteilt werden.

Stellungnahmen zum Brand

Am Morgen haben sich mehrere Lokalpolitiker zum Brand in Neuenstein geäußert. Wir sammeln ihre Stellungnahmen hier in einem weiteren Artikel.


Kundgebungen gegen Rechts

Erst vor Kurzem war der Hohenlohekreis wegen eines Feuers in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in den Schlagzeilen. Damals war der Brand in einem Gebäude in der Kirchgasse in Pfedelbach in der Nacht zum 17. November gelegt worden. Die Ermittlungen der Polizei ergaben bislang keine Hinweise auf die Brandstifter. Nach dem Vorfall gab es Kundgebungen: Bürger folgten dem Aufruf des Aktionsbündnisses "Hohenlohe für Menschlichkeit" und setzten ein Zeichen gegen rechte Gewalttaten und Parolen.