Zahlreiche Festnahmen nach Wohnungseinbrüchen

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Im Laufe des Mittwochs hat die Heilbronner Polizei zahlreiche Personen festgenommen. Die meisten davon stehen im Verdacht, Wohnungseinbrüche begangen zu haben. Neun Beschuldigte sitzen in Haft.

In einer Mitteillung von Freitag berichtet die Polizei von der Bewohnerin eines Hauses in der Heilbronner Stielerstraße, die gegen 17.30 Uhr die Polizei rief, weil sie hörte, wie eine Etage tiefer Einbrecher zu Gange sind. Die Täter bemerkten vermutlich ihre Entdeckung und flüchteten. Gegen 18.40 Uhr wurde ein weiterer Einbruch aus der Tscherningstraße gemeldet. 

Im Zuge der groß angelegten Fahndung wollte sich ein 29-jähriger Mann einer Kontrolle durch eine Streife des Polizeireviers entziehen, indem er wegrannte, so die Polizei weiter. Die Beamten konnten ihn kurze Zeit später stellen. Er hatte sich in einer Grünanlage versteckt. Auf der Flucht hatte er sich einer Tasche entledigt, in der Diebesgut aus einem Wohnungseinbruch aufgefunden werden konnte.

Einen 22-jährigen zweiten Tatverdächtigen, traf die Polizei kurze Zeit später an und nahm ihn fest. In der Folge fanden kurz darauf Durchsuchungsmaßnahmen in einer Asylunterkunft in der Austraße statt. Bei den Maßnahmen in der Unterkunft konnte die Polizei zwei weitere 18 und 24 Jahre alte Personen kontrollieren und festnehmen, gegen die aufgrund anderer Taten Haftbefehle bestanden. Außerdem wurde ein 23-jähriger Mann festgenommen, weil er mehrere verkaufsfertig portionierte Beutel mit Marihuana bei sich führte.

Mögliches Diebesgut sichergestellt

Im Zuge der Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten Schmuckstücke, elektronische Geräte und Mobiltelefone sowie weitere Gegenstände, die als Beweismittel für weitere Taten in Frage kommen. Die fünf Männer wurden am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn Haftrichtern beim Amtsgericht Heilbronn und beim Amtsgericht Bruchsal vorgeführt. Diese erließen in drei Fällen Haftbefehl und setzten daneben auch die bereits bestehenden Haftbefehle in Vollzug. Alle Personen wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Gegen 18.10 Uhr kehrten Anwohner in ihr Haus in der Weisäckerstraße in Bad-Rappenau-Babstadt zurück und überraschten dabei offensichtlich drei Einbrecher auf frischer Tat. Die Tatverdächtigen ergriffen die Flucht und rannten davon. Die Polizei leitete eine sofortige Großfahndung mit sechs Streifen und unter Anforderung eines Polizeihubschraubers ein.

Gegen 19.00 Uhr bemerkte eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Mosbach drei Personen in der Nähe des Bahnhofs Bad-Rappenau, auf die die Personenbeschreibung der Tatverdächtigen zutraf. Die Polizisten stellten die drei Männer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren und nahmen sie vorläufig fest.

Im Anschluss fanden Durchsuchungsmaßnahmen in einer Asylunterkunft in Bad Friedrichshall statt. Dort traf die Polizei vier weitere Männer im Alter von 19 Jahren an und konnte in großem Umfang Schmuck und weiteres mögliches Diebesgut sicherstellen. Die Männer wurden ebenfalls vorläufig festgenommen.

Gesuchter 19-Jähriger gefunden

Bei einem der 19-Jährigen stellte sich heraus, dass er am 4. Januar 2016 nach einer Vorführung und Eröffnung des Abschiebehaftbefehls beim Amtsgericht Heilbronn Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet hatte, geflohen und offensichtlich untergetaucht war. Er wurde zusammen mit den drei Männern, die nach dem Wohnungseinbruch in Bad Rappenau festgenommen worden waren, am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt.

Dieser erließ in drei Fällen Haftbefehl und setzte daneben auch den gegen den vierten Beschuldigten bereits bestehenden Haftbefehl des Amtsgerichts Heilbronn in Vollzug. Die Personen wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Gegen die drei anderen 19-Jährigen wurden ebenfalls Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Tatverdacht hat sich im Rahmen der ersten Ermittlungen nicht erhärtet, so dass sie in Absprache mit der Staatsanwaltschaft am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

Bei den Festgenommenen handelt es sich nach bisherigem Informationsstand um albanische und kosovarische Staatsangehörige, weiter sind demnach elf der zwölf Beschuldigten Asylbewerber. Die Ermittlungen dauern an.