Gebäude brennt aus - 400.000 Euro Schaden

Von Jürgen Kümmerle

Heilbronn 

Im ehemaligen Schaltgebäude der EnBW ist es am Donnerstag kurz nach 16 Uhr zu einem Dachstuhlbrand gekommen. Menschen wurden nicht verletzt. Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot am Brandort. Nach ersten Angaben bemerkte ein Mitarbeiter der EnBW-Betriebssportgruppe das Feuer. „Er wollte zur Modelleisenbahn im ersten Stock gehen“, sagte Jürgen Weigelt, stellvertretender Kraftwerksleiter der EnBW.
 
 

 

 
 
Die Modelleisenbahn-Abteilung der Betriebssportgruppe hat dort die Heilbronner Innenstadt auf einer Anlage maßstabsgetreu nachgebaut. Über die Schadenshöhe konnte Weigelt am Donnerstag keine Angaben machen. „Der ideelle Wert ist riesig.“
 
„Die Anlage ist weder vom Brand noch vom Wasser beschädigt worden. Wir konnten einen Großteil retten“, sagte Eberhard Jochim, Kommandant der Feuerwehr Heilbronn. Jedoch sei die Anlage mit Rauch bedeckt. Die Brandursache sei noch unklar. Laut Polizeibericht war das Feuer im Obergeschoss ausgebrochen.
 
„Wir hatten eine massive Rauchbildung im gesamten Gebäude“, sagte Jochim. Da der Dachstuhl komplett geschlossen ist, seien im Inneren des Gebäudes sehr hohe Temperaturen entstanden. „Es bestand zu jeder Zeit die Gefahr, dass das darin befindliche Brandgas hätte explodieren können.“ Um an den Brandherd zu gelangen, deckten die Einsatzkräfte Ziegel ab. Feuerwehrmänner drangen mit Atemschutzgeräten in das Gebäude ein. 85 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren am Brandort.
 
Der Neckarsulmer Arzt Dr. Helmut Lux wurde ebenfalls alarmiert. „Bei einem Brand dieser Größe wird automatisch ein Notarzt verständigt. Das gehört zur Ausrückordnung.“ Insgesamt waren zehn Rettungskräfte am Unglücksort.
 
Nach Angaben von Feuerwehrchef Jochim liegt der Gesamtschaden bei rund 400.000 Euro. Polizisten des Heilbronner Reviers ermitteln nach Auskunft eines Sprechers die Brandursache.


 


Dachstuhlbrand in Heilbronn - 13.09.2012 auf einer größeren Karte anzeigen