Drei Schwerverletzte bei Unfall auf der A81 - Vollsperrung

Von Alexander Klug

Widdern 

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A81 bei Widdern sind am Mittwochabend drei Autofahrer verletzt worden - einer davon lebensgefährlich. Die Autobahn war kurz vor der Jagsttalbrücke in Richtung Heilbronn, auf Höhe der Auffahrt zur Raststätte Jagsttal, über Stunden voll gesperrt.
 


Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Unfall kurz nach 19.30 Uhr am Ende eines Staus zwischen den Anschlussstellen Osterburken und Möckmühl in Fahrtrichtung Stuttgart. „Durch einen anderen Unfall hat sich ein Stau gebildet. Dessen Ende haben mehrere weitere Autofahrer vermutlich zu spät bemerkt und sind auf das letzte Fahrzeug aufgefahren“, sagte ein Polizist an der Unfallstelle.

Dabei fuhr ein 47 Jahre alter Fahrer eines Mercedes Benz auf den vor ihm fahrenden BMW eines 57-Jährigen auf, heißt es von der Polizei. Im weiteren Verlauf wurde der BMW gegen den vor ihm fahrenden Ford eines 59-jährigen geschleudert. Der Ford drehte sich und wurde danach seitlich von dem Mercedes erfasst. Der BMW fuhr auf einen VW-Bus mit Anhänger eines 55-Jährigen auf.

Der Mercedesfahrer und der BMW-Fahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Der Ford-Fahrer wurde in seinem Auto eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden. Er kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in einem Rettungshubschrauber in eine nahe Klinik.

Lange Sperrungen und Stau nach dem Unfall

Wegen des Unfalls war die Autobahn in Richtung Heilbronn bis kurz nach Mitternacht gesperrt. Die Autobahnmeisterei leitete den Verkehr an der Anschlussstelle in Osterburken von der Autobahn. Am Abend entstand deshalb Stau von mehreren Kilometern Länge - einige Autofahrer mussten lange auf ihre Weiterfahrt warten.

Allein die Aufräumarbeiten nahmen einige Zeit in Anspruch, lange konnten die Abschleppfahrzeuge beide Unfallstellen nicht erreichen. Zwischenzeitlich bestand Gefahr durch ausgelaufenen Treibstoff. Sachverständige aus Neckarsulm untersuchten mit Drohne und Lasertechnik die Unfallstelle, um den genauen Unfallhergang zu ermitteln.

Polizei sucht dringend Zeugen des Unfalls

Außerdem waren Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rettungsdienst und ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Da der genaue Unfallhergang laut Polizei noch nicht exakt ermittelt werden konnte, sucht das Verkehrskommissariat Tauberbischofsheim dringend Zeugen, die Angaben zum Unfall machen können. Sie sollen sich unter dern Telefonnummer 09341/60040 melden.

>>Aktuelle Verkehrsnachrichten