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Spannende Schiffsabenteuer auf 1385 Seemeilen
Von Uwe Ralf Heer
Die Schiffssirene hupt laut. An Deck frösteln 2000 Passagiere. Doch beim Blick auf den malerischen Hamburger Hafen wird es ihnen warm ums Herz. Leinen los für ein Abenteuer in der Nordsee auf der neu erbauten Aida blu heißt es auch für 90 Leser der Heilbronner Stimme/Hohenloher Zeitung/Kraichgau Stimme, die eine Woche lang Weltstädte ebenso entdecken wie romantische Regionen in vier europäischen Ländern. Und die vor allem den Luxus auf dem neuen Prachtschiff der Aida-Flotte genießen. Kreuzfahrten sind in – das beweist die große Beteiligung an unserer Leserreise.
An der Reling klingt bei einem Glas Sekt und kühlen Temperaturen ein langer Tag aus. Denn morgens um sechs Uhr war die Nacht für die Reisegruppe schon lange zu Ende: Pünktlich erfolgt die Abfahrt mit zwei Gross-Reisebussen von Heilbronn über Würzburg, Kassel und Hannover nach Hamburg. Ausgerechnet am Tag des letzten großen Wintereinbruchs müssen die Busfahrer ihre Passagiere über Schnee und Eis gen Norden chauffi eren. Was aber ebenso problemlos verläuft wie die gesamte Fahrt. Pünktlich erreichen wir die Freie und Hansestadt Hamburg. Nach dem Einschiffen kann die Reise beginnen.
Der erste Tag auf See ist der Tag der Entdeckung. Auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff mit 14 Decks muss man sich erst einmal zurecht finden. Sei es in den 13 Bars, in acht Restaurants, im größten Wellness- und Spa-Bereich auf See, in der Shopping-Meile, im 4-D-Kino oder im dreistöckigen Theatrium, in dem jeden Abend zahlreiche professionelle Shows geboten werden. Wichtige Tipps und die passende Einstimmung auf die Kreuzfahrt erhalten die Stimme-Leserreisenden direkt nach der Seenotrettungsübung bei einem exklusiven Empfang der Heilbronner Stimme und des Reisbüros Gross in der Aida-Bar.
Gross-Reiseleiter Dominik Sapara, der sieben Tage lang für eine perfekte Organisation sorgt und jeden erfüllbaren Wunsch verwirklicht, stellt die Ausflüge und Schiffsabläufe vor, während der Stimme-Chefredakteur aus dem Redaktionsalltag erzählt und Anregungen der Leser entgegen nimmt.
Paris
Nach 536 Seemeilen (993 Kilometern) kommt erstmals Land in Sicht. Die französische Hafenstadt Le Havre an der Mündung der Seine ist erste Station der Reise. Einige Gäste starten zu einem Trip nach Paris, während andere zu den Seebädern Honfl eur und Deauville aufbrechen oder in Rouen die Ruinen einer ehemaligen Abtei besichtigen. Ein Geheimtipp ist der Abstecher nach Étretat und Fécamp. Quer durch die Normandie geht es zunächst in das wunderschöne Städtchen Étretat mit einem der spektakulärsten Atlantikstrände, ehe anschließend in Fécamp nicht nur ein Palast mit Destillerie besichtigt, sondern auch feinste Liköre getestet werden.
Derart gestärkt folgt der allabendliche Gourmetgenuss an Bord. Ob in den drei thematisch unterschiedlich ausgerichteten Buffetrestaurants oder gegen Aufpreis in den Spezialitätenrestaurants. Beispielsweise im Rossini, wo längst auf Sterneniveau edle Gourmetgenüsse in bis zu elf Gängen serviert werden. Oder im Buffalo House, das prächtige Steaks anbietet. Wer es lieber etwas leichter hat, der speist an der Sushi-Bar stilecht mit Stäbchen. Wie auch immer: Zunehmen ist auf so einer Reise angesagt – unter drei Kilo mehr kommt keiner von Bord.
London
Am nächsten Tag erreicht die prächtige Aida blu, die eine Schiffslänge von 252 Metern hat, Dover. Vom äußersten Südosten Englands aus zieht es die meisten Passagiere in Richtung London. Ob in geführter Gruppe oder auf eigene Faust: Die britische Millionenmetropole elektrisiert jeden Besucher. Beispielsweise im Untergrundnetz: Die Tube verbindet im Minutentakt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten miteinander. Wie wäre es mit einem Besuch beim Buckingham Palace, im Nobel-Kaufhaus Harrods, in der Shopping-Meile an der Oxford- Street, in Westminster Abbey, am Big Ben oder ganz einfach in einem stilechten Pub?
Die Stunden an der Themse vergehen wie im Flug, ehe am Abend ein ganz anderes Highlight wartet: Im neu gestalteten Aida-blu-Brauhaus, in dem selbst gebrautes Bier serviert wird, fi ndet eine Karaoke- Show statt. Zu später Stunde und nach dem einen oder anderen Bierchen kocht dabei die Stimmung über, und so mancher Passagier versucht sich mehr oder weniger gelungen mit einem Lied auf der Showbühne.
Wer lange feiert, kann aber nicht immer lange ausschlafen. Schon wenige Stundenspäter läuft das Schiff in Antwerpen ein. Viele Möglichkeiten bieten sich von der belgischen Barockhochburg aus. Einen Teil der Lesergruppe zieht es nach Brüssel, andere besuchen Brügge und einige wollen nach Gent. Die Hauptstadt der Provinz Ostfl andern mit ihren vielen historischen Bauten bietet jede Menge Einblicke aus vergangenen Jahrhunderten. Entdecken kann man aber auch eine Pralinenmanufaktur, in der die Fertigung der süßen Köstlichkeiten demonstriert wird und in der diese anschließend probiert werden.
Nach so viel Stärkung hilft am Abend die Schlagernacht, die für ein vollbesetztes Theatrium sorgt und bei der die Passagiere herzhaft mitsingen. So ein Abend auf der Aida wird nur noch getoppt von den Lautsprecher- Durchsagen des Kapitäns. Der schlitzohrige Seebär Dieter Wieprecht hat fast schon Kultstatus, wenn er launig über Wind, Wetter und jede Menge Schiffsnews informiert. Immer garniert mit seinem Abschlusssatz: „Captain out“.
Amsterdam
Zu Ende geht auch langsam die Reise auf der Aida blu. Am fünften Tag erreichen wir Amsterdam. Ein ganz besonderer Hafen, dessen Reize diesmal in der Nacht genossen werden, denn das Schiff macht erst am nächsten Morgen wieder los. Da der Hafen nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt ist, werden die Sehenswürdigkeiten der niederländischen Metropole auf eigene Faust bewundert. Ob auf den Wasserstraßen, in den Szenevierteln oder in den vielen Cafés und Restaurants in der bunten Altstadt – Amsterdam lebt rund um die Uhr. Leben gibt es aber auch an Bord. Sei es bei einem Aufguss in der Sauna mit Blick aufs Meer, am späten Abend bei der Fußball-Live-Übertragung im Brauhaus oder in der Nacht auf der Tanzfl äche in der Anytime Bar. Tanzen hilft immer gegen das schlechte Gewichts-Gewissen…
Um 8 Uhr morgens heißt es dann endgültig Abschied von Amsterdam nehmen. Noch einmal liegen knapp 22 Stunden Seefahrt und 315 Seemeilen vor uns, ehe Hamburg in Sicht ist. Am Samstag früh ist die Hansestadt erreicht. Sieben erholsame Tage und 1385 Seemeilen (2565 Kilometer) liegen hinter den Passagieren. Voller bunter Eindrücke und vor allem mit überschwänglichem Lob für die Reise geht es in den Gross-Reisebussen zurück in Richtung Heilbronn. „Wir kommen wieder“, lautet das Motto der meisten Reisenden. Wer das möchte, hat schon bald dazu Gelegenheit: Die nächste Aida-Leserreise mit der bis dahin ebenfalls neu gebauten Aida sol startet am 9. April 2011. Dann von Kiel aus, wo direkt nach der spektakulären Taufe die zehntägige Premierenfahrt mit Stationen in Oslo, Kopenhagen, Dover/London, Le Havre/ Paris und Amsterdam beginnt.
Anmeldungen sind beim Reisebüro Gross schon jetzt möglich und ob der großen Nachfrage nach Jungfernfahrten ratsam. Spätestens 2011 heißt es also wieder: Leinen los und auf ins große Abenteuer.
Info
Einen Film über die Reise gibt es am 20. Mai ab 20.15 Uhr im TV–Programm NDR 3.
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