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Ab in den Urlaub! Genießen, entspannen, entdecken, schauen und überrascht sein - erkunden Sie mit uns die Welt. Für welches Ziel Sie sich auch entscheiden: Es erwartet Sie eine perfekt geplante und organisierte HEILBRONNER STIMME Reise.

Dateiname : Vorschau Leserreisen 2012 - Teil 1
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Dateiname : Vorschau Leserreisen 2012 - Teil 2
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Reise bis ans Ende der Welt


Argentinien und Chile sind Ziel einer Gruppe von Lesern der Heilbronner Stimme, Kraichgau Stimme und der Hohenloher Zeitung. Vom 4. November bis 19. November 2008 haben wir insgesamt über 30.000 Kilometer in Flugzeugen und hunderte Kilometer in Autobussen und Katamaranen zurückgelegt. Die Reise führt durch zwei Länder Südamerikas von Buenos Aires über Mendoza, Santiago de Chile nach Patagonien bis ans Ende der Welt – nach Ushuaia.


Als unser Jumbo der Aerolinas Argentina über Buenos Aires einschwebt, sind wir schon gute 18 Stunden unterwegs, und es ist früh am Morgen, sonnig und bereits 24 Grad warm. Wir sind übermüdet aber voller Neugier. Die Fahrt ins Zentrum dauert etwa 30 Minuten und wir gewinnen einen ersten Eindruck von dieser Großstadt mit ihrem Nebeneinander von ein- bis zweistöckigen Gebäuden aus früheren Zeiten und den modernen Hochhäusern die in beachtlicher Vielfalt himmelwärts gebaut sind.

Buenos Aires ist die Hauptstadt und das kommerzielle und industrielle Zentrum Argentiniens. Hier leben etwa ein Drittel der rund 39 Millionen Einwohner Argentiniens.Das Zentrum der Stadt bildet die Plaza de Mayo, wo sich auch der Sitz des Staatspräsidenten die Casa Rosado befindet. Von dessen Balkon hielt die weltberühmte Evita Peron ihre Ansprachen an das argentinische Volk. Ganz in der Nähe, im Stadtteil Recoleta fand Evita ihre letzte Ruhestätte. Der Friedhof liegt in einem der teuersten und elegantesten Wohn- und Geschäftsviertel der Hauptstadt und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Ein weiters Highlight unserer Rundfahrt ist der wohl bekannteste und meist fotografierte Stadtteil La Boca. Auf den Gehsteigen der Straße El Caminito bieten viele Künstler ihre Werke an. Die originellen Häuser wurden aus Blech von abgewrackten Schiffen gebaut und mit Schiffslack bunt bemalt. Es heißt, dass in den Kneipen von La Boca der Tango erfunden wurde.

Auf Schritt und Tritt ist der Unterschied zwischen arm und reich zu spüren. Auf der Avenida Florida, der exklusivsten Einkaufsmeile und Fußgängerzone sind Schuhputzer eine Selbstverständlichkeit. An Staßenkreuzungen bieten Jungen in der Rote-Ampel-Phase Scheibenputzdienste an, oder sie jonglieren geschickt mit Bällen vor den Augen der genervten Autofahrer um ein paar Münzen zu ergattern.

Keine zwei Autostunden vom Zentrum entfernt ist man am Rande der Pampa. Ziel unseres Ausflug ist eine klassische argentinische Rinderfarm eine Estancia. Während und nach dem klassischen Barbeque gibt es Tanz- und Reitvorführungen der Gauchos. Den Abend beenden wir in Buenos Aires bei einer klassischen Tangoshow.

Mendoza – Zentrum des Weinbaus

Nach rund einstündigem Flug erreichen wir am nächsten Tag Mendoza, das Zentrum des argentinischen Weinbaus. Mendoza liegt am auf etwa 700 Metern am Fuße der Andenkordillere. Das Klima ist trocken und sonnig. Mendoza unterscheidet sich von den andern Städten Argentiniens durch seine breiten und grünen Alleen. Das Grün ist einzig künstlicher Bewässerung zu verdanken. Hier wird auch der meiste und beste Wein Argentiniens produziert.


Mit dem Bus fahren wir am nächsten Morgen von Mendoza nach Santiago de Chile. Die Hochlandtour führt durch den Andenhauptkamm. Wir überqueren die Anden auf etwa 3300 Meter, vorbei an dem Aconcagua, mit 6959 Meter der höchste Berg der westlichen Hemisphäre. Dieses majestätische Massiv ist atemberaubend.

Von hier ist es nicht mehr weit zur chilenischen Grenze. Der Grenzübergang ist ein großer Betonklotz mitten im Nirgendwo zwischen Mendoza und Santiago de Chile. Nachdem die sehr umfangreichen Einreiseformalitäten erledigt sind, müssen die Passagiere aussteigen, ihre Koffer ausladen und wie am Flughafen in einen Röntgenscanner legen. An der Zollkontrolle wird dann noch das Handgepäck durchleuchtet, Drogenhunde schnüffeln an den Koffern, alles unter den Augen von schwer bewaffneten Grenzbeamten. So eine Prozedur dauert locker zwei Stunden, auch vier Stunden sind keine Seltenheit. Mit dem Ausfahren aus dem Grenzgebäude wird der Straßenbelag schlagartig schlechter.

In sehr engen Serpentinen geht es jetzt Kilometerlang den Berg hinunter Richtung Santiago de Chile.

Santiago de Chile

Wir erreichen Santiago am Abend. In einem Tal eingebettet, am Fuße der Anden, wirkt Santiago ausgesprochen sauber und modern. Kaum eine Metropole hat eine derart abwechslungsreiche Umgebung. Im Umkreis von nur 100 Kilometern liegen Pazifikstrände aber auch angrenzende Skigebiete. Auf unserer Stadtrundfahrt besuchen wir die wichtigsten historischen Bauwerke wie Regierungspalast, Kathedrale und das Museum Chileno mit seine präkolumbischen Kunstwerken. Glanzpunkt des Tages ist aber der Besuch des Weingutes „Concha y Toro" Mit rund 6000 Hektar Anbaufläche ist es das größte Weingut des Landes. Unsere Leser dürfen sich auf dem schlossähnlichen Anwesen bei einer Weinprobe selbst von der herausragenden Qualität der Weine überzeugen.


Patagonien – Unendliche Weite

Rund viereinhalb Flugstunden südlich von Santiago de Chile liegt Punta Arenas. Nach zwei Zwischenlandungen kommen wir am frühen Nachmittag dort an. Von den angenehmen sommerlichen Temperaturen können wir uns jetzt verabschieden. In dem rauhen Patagonien weht nahezu immer ein stürmischer kalter Wind. Das Land ist flach und die unendliche Weite von Patagonien ist um uns Grasland, Weide und jede Menge Schafe, im Hintergrund die steil aufragenden Gipfel der Südkordilliere. Unser erstes Ziel ist die Otway-Bucht wo die putzigen Magellan-Pinguine ihre Brutstätte haben. Die nächste Etappe ist der Nationalpark Torres del Paine, ein Muss für jeden Chile-Reisenden. Stürmische Winde, grüne Seen und drei gewaltige Felshörner des Torres prägen diesen Nationalpark. Die drei Granitberge haben eine Höhe zwischen 2600 und 2850 Metern.

Der Park ist ein einzigartiges Refugium für seltenen Tiere. Wir sehen Kondore, Andenfüchse, Flamingos, auch Guanakos und Nandus, dem Gegenstück zum australischen Emu. Im Westen des Parks liegt der Grey Gletscher mit dem See „Lago Grey" .Der kurze Fußweg zum See wird auch der „Pfad der Winde" genannt. Es ist Schwerstarbeit bei starkem Wind bis ans Ufer zu gelangen. Aber der Anblick lohnt sich, der ganze See ist verziert von zahlreichen schwimmenden türkisblauen Eisbergen. Im Hintergrund ist bei gutem Wetter der gewaltige Grey-Gletscher zu sehen. Wieder in Argentinien, erreichen wir am nächsten Tag den Touristenort El Calafate.

Seit 2001 der neue Flughafen gebaut wurde lebt die Stadt fast ausschließlich von Touristen, die Bevölkerungszahl hat sich seither verdreifacht auf heute 23000 Einwohner. Calafate ist der Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nationalpark „Los Glaciares".

Eine kurvige Strasse führt uns in Richtung Gletscher. Schon aus großer Entfernung kann man die weiße Eiswand des Perito Moreno sehen, die in der Sonne leuchtet. Der Anblick von den verschiedenen Aussichtspunkten ist atemberaubend. Während weltweit die meisten Gletscher abtauen und nach und nach zurückgehen, wächst der Perito Moreno Gletscher noch weiter. Seine ungeheure Eismasse die in einer vier Kilometer breiten und 50 Meter hohen Zunge in den Lago Argentino hineinreicht, bewegt sich täglich langsam vorwärts – schneller als sie unten abtauen kann.


Ushuaia – das Ende der Welt

„Ein einziger Blick auf eine solche Küste reicht, um einen Menschen vom Festland eine Woche lang von Schiffbrüchen, Gefahr und Tod träumen zu lassen" schrieb Charles Darwin nach seinem Aufenthalt auf Feuerland. Ushuaia ist die Hauptstadt des Archipels Feuerland und liegt auf der Hauptinsel Terra del Fuego.

Die Stadt am Ende der Welt wirkt eigentümlich zusammengeflickt. Die insgesamt 50000 Einwohner leben zum Teil in hübschen bunten Kolonialbauten und in hässlichen Blech- und Bretterbuden.. Das Zentrum ist nicht mehr als die Hauptstraße „Avenida San Martin". Hier wechseln sich Souvenirgeschäfte, Restaurants, Cafes, Bars und Banken ab. Alles scheint einzig auf den Tourismus ausgerichtet zu sein.

Mit einem modernen Katamaran besuchen wir noch bei stürmischem Wind die Inseln der Seelöwen und Kormorane im Beagle Kanal, bevor es am nächsten Tag über Buenos Aires zurückgeht in die Heimat.

In mehr als zwei Wochen haben die Heilbronner Stimme-Reisenden unvergessliche Eindrücke gesammelt und die der Vielfalt Argentiniens und Chiles. kennen gelernt. Über 30.000 Kilometer sind wir geflogen, waren im Bus , mit dem Boot und zu Fuß unterwegs und wir haben sieben mal den Standort gewechselt. Dies alles ohne einen Zwischenfall. Die Teilnehmer konnten diese vom Heilbronner Reisebüro Böhm organisierte außergewöhnliche Reise absolut unbeschwert genießen.  Von der ersten Stunde an kümmerte sich Otto Pfleger um die Gruppe, tatkräftig unterstützt vor Ort von sachkundigen kompetenten Reiseleitern in Argentinien und Chile.

Es bleiben unvergessliche Eindrücke und Erinnerungen einer faszinierenden Reise.




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