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Dieffenbacher auf Rekordjagd
Von unserem Redakteur Jürgen Paul
Eppingen - Der Trend in der Industrie zu Leichtbau und Energieeinsparung lässt den Maschinenbauer Dieffenbacher optimistisch in die nahe Zukunft blicken. "Auf Basis der vorhandenen Aufträge verspricht das Jahr 2012 mit einem Rekordumsatz in Höhe von 425 Millionen Euro das erfolgreichste Geschäftsjahr der Dieffenbacher-Gruppe zu werden", teilte das Eppinger Unternehmen am Freitag mit.
Finanzstark Schon im abgelaufenen Jahr hat Dieffenbacher ein Spitzenergebnis erzielt. Der Umsatz stieg von 330 auf 350 Millionen Euro. Zum Gewinn macht das Familienunternehmen traditionell keine Angaben. "Das Eigenkapital konnte gestärkt werden und die Liquidität ist nach wie vor auf hohem Niveau", berichtet Unternehmenschef Wolf-Gerd Dieffenbacher.
Die beiden Hauptgeschäftsbereiche Holzplattentechnik und Umformtechnik haben sich 2011 den Angaben zufolge sehr gut entwickelt. Der Auftragseingang in der Holzplattentechnik habe mit mehr als 300 Millionen Euro die Erwartungen erfüllt. Als Höhepunkt nennt Dieffenbacher den Vertragsabschluss über die Lieferung einer kompletten Produktionsanlage zur Herstellung von Industriepellets mit einer Jahreskapazität von 250 000 Tonnen nach Nordamerika. Die Eppinger haben sich mittlerweile als wichtiger Anbieter in der Pelletindustrie etabliert.
Mit der Übernahme von Mitarbeitern und Know-how des Unternehmens Teaford in Atlanta hat Dieffenbacher im vergangenen Jahr zudem seine Stellung im nordamerikanischen Markt in den Bereichen Energie/Trocknungs- und Umwelttechnik gestärkt.
In der Sparte Umformtechnik hat sich der Auftragseingang im vergangenen Jahr verdoppelt und liegt nun auf dem höchsten Stand aller Zeiten. Die Gruppe profitiert hier stark vom Trend ihrer Kunden im Automotive-Bereich hin zu immer leichteren Karosseriebauteilen. So liefert Dieffenbacher an den russischen Autobauer Yo-Auto zwei komplette Anlagen zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoffbauteilen für ein Hybridfahrzeug. Weitere namhafte Autobauer werden den Angaben zufolge noch in diesem Jahr Leichtbauteile aus Carbonfasern auf Dieffenbacher-Anlagen herstellen.
Ausgelastet Weil der Auftragsbestand mit mehr als 750 Millionen Euro die Auslastung bis ins nächste Jahr sichert, befürchtet bei Dieffenbacher niemand einen Abschwung. Vielmehr soll weiter investiert werden, um künftiges Wachstum stemmen zu können. 25 Millionen Euro sollen bis Jahresende in Forschung und Entwicklung, die Verbesserung organisatorischer Abläufe und in Bearbeitungsmaschinen fließen. "Davon werden alle weltweiten Fertigungsstandorte profitieren, insbesondere der Stammsitz Eppingen", sagt Finanzchef Volker Kitzelmann. Die wichtigsten Komponenten produziert Dieffenbacher in Deutschland, zudem werden die Innovationen im Kraichgau entwickelt, wo rund 700 der weltweit 1765 (plus 85) Mitarbeiter beschäftigt sind.
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