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Friedrich Losberger verlässt Firma Losberger
Von Manfred Stockburger
Im Foyer des Fürfelder Firmengebäudes ist der Grundstein des Heilbronner Betriebs eingearbeitet, den die Unternehmerfamilie nach dem Krieg erreichtet hatte. 1993 hatte Losberger der Stadt den Rücken gekehrt. Foto: Manfred Stockburger
Abstatt/Bad Rappenau - Nachdem er im Sommer die Mehrheit des Bad Rappenauer Zeltbauers Losberger an den Finanzinvestor HIG verkauft hatte, steht jetzt fest, dass Friedrich Losberger das 1919 in Heilbronn gegründete Traditionsunternehmen zum Jahreswechsel ganz verlassen wird. Auch die restlichen Anteile, die er über eine Beteiligungsgesellschaft noch behalten hatte, wird er voraussichtlich abgeben. Am Dienstagnachmittag wurden die Mitarbeiter informiert.
Drei Jahrzehnte lang hatte Losberger das Unternehmen in dritter Generation geführt und den Betrieb zu einem der weltweiten Branchenführer gemacht. Friedrich Losberger möchte die strategische Ausrichtung und die weitere Entwicklung der Losberger-Gruppe zügig in die Hände legen, die das Unternehmen langfristig gestalten und begleiten werden, begründet er die Entscheidung. Wie berichtet, war die Entscheidung zum Verkauf des Unternehmens nach dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 gefallen.
„Es fällt mir schwer, eine so lange Tradition zu beenden und das Unternehmen in andere Hände zu geben“, sagt er. „Aber es gibt Situationen, in denen man die Firma vor die eigenen Belange stellen muss.“ Mit dem Finanzinvestor im Rücken sieht der Noch-Geschäftsführer große Expansionschancen für die Firma. Der Region wird der in Abstatt wohnhafte Unternehmer, der gerade seinen 58. Geburtstag gefeiert hat, treu bleiben.
Neuer Sprecher
Geschäftsführung ist Berndt Zoepffel, der bereits seit 1996 an dem Unternehmen beteiligt ist und auch weiterhin Anteile halten wird. Das Unternehmen stellt neben Messehallen auch temporäre Industriehallen und Zelte für die Notfallrettung, den Katastrophenschutz und das Militär her. Am Hauptsitz in Bad Rappenau beschäftigt die Firma, die im laufenden Jahr einen Umsatz von 115 Millionen Euro erwirtschaften möchte, knapp 250 der weltweit 670 Mitarbeiter. 2007 hatte das Unternehmen die Produktionsfläche im Industriegebiet an der A6 bei Fürfeld um 34000 Quadratmeter auf 85.000 erweitert.
12. Oktober 2011
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