Siegelsbacher Rat: Die Rückkehr zur normalen Arbeit (27.10.)

Von Steffan Maurhoff

Abrechnung der Sanierung im Ortskern, Aufhebung einer Satzung, Neueinteilung des Forstreviere und ein sicherer Schulweg für Kinder: Der Siegelsbacher Rat hat am Montag wieder seine normale Arbeit aufgenommen.

<p>Auch wenn das Herbstwetter zur allgemeinen Stimmung in Siegelsbach passt - der Gemeinderat kehrte zur normalen Arbeit zurück und diskutierte unter anderem über sichere Schulwege für die Kinder. (Foto: Steffan Maurhoff)</p>

Auch wenn das Herbstwetter zur allgemeinen Stimmung in Siegelsbach passt - der Gemeinderat kehrte zur normalen Arbeit zurück und diskutierte unter anderem über sichere Schulwege für die Kinder. (Foto: Steffan Maurhoff)

Zu Beginn der Sitzung, bei der das neu gewählte Gremium seine Arbeit aufnahm, bat Bürgermeister Uli Kremsler, sich zu einer Schweigeminute zu erheben und der Opfer des blutigen Überfalls vom 7. Oktober zu gedenken.

Danach durften die wenigsten Bürgervertreter wieder am Ratstisch Platz nehmen: Nur drei der zehn Räte - und der Bürgermeister - waren nicht befangen, als es um die Abrechnung nach der Sanierung im Ortskern ging.

Im Gegensatz zu Kirchardt wird Siegelsbach keine Ausgleichsbeträge erheben, denn der Wert der Grundstücke ist durch die Sanierung nur wenig gestiegen, außerdem wäre der Verwaltungsaufwand im Vergleich zu den möglichen Einnahmen zu hoch. Der durch Befangenheit stark dezimierte, aber gerade noch beschlussfähige Gemeinderat stimmte dem jedenfalls einmütig zu.

Für Diskussion sorgte ein Brief des Elternbeirats der Astrid-Lindgren-Grundschule an die Gemeindeverwaltung. Darin wurde moniert, dass Kinder auf ihrem Schulweg durch die Bahnhofstraße oder in der Hauptstraße häufig vom Gehweg auf die Fahrbahn ausweichen müssten, weil oft Lastwagen den Weg versperrten - insbesondere bei Mann und Schröder oder in der Ortsdurchfahrt auf Höhe der Bäckerei. Außerdem kritisierten besorgte Eltern, dass die Zebrastreifen in der Hauptstraße von rüden Fahrern häufig einfach missachtet werden.

Bürgermeister Uli Kremsler, nach eigenem Bekunden selbst erfahren im Verteilen roter Zettel mit der höflichen, aber eindeutigen Aufforderung zu korrektem Verkehrsverhalten, schlug eine solche Zettelaktion vor. Außerdem werde die Verwaltung die Polizei bitten, vermehrt ein Auge auf die Situation zu haben.

Beim Thema Verkehrssicherheit kam darüber hinaus die Anregung auf, in der Verlängerung der Bahnhofstraße - der auf Tempo 30 gedrosselten Wagenbacher Straße - Haltelinien an den jeweiligen Einmündungen anzubringen. Die Sorgen der Eltern nahm das Gremium auf und beschloss am Ende, dass die so genannte Verkehrsschau sich bei der nächsten Begehung im Ort mit den angesprochenen Punkten befassen möge.


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