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Zuhörer bisweilen zu Tränen gerührt
Von Gabriele Schneider
Kirchardt - Hin und wieder lief den 350 Besuchern in der Kirchardter Festhalle eine Gänsehaut über den Rücken, so einfühlsam präsentierten die Gastgeberinnen, die Gastchöre und -musiker ihre Lieder beim Jubiläumskonzert der Choryfeen. "Mädels, das ist Euer Abend", meinte Dirigent Stefan Fieser gleich zu Beginn der Veranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Frauenchors, der zum Gesangverein Sängerbund gehört.
Bereicherung Ausnahmslos deutschsprachigen Pop, Rock und Schlager aus den vergangenen 50 Jahren, fast alle über die Liebe, trugen die Kirchardterinnen und ihre Gäste vor. Als besondere Bereicherung entpuppte sich bei einigen Stücken aller Chöre der Einsatz des Streicherensembles der Kurpfalz-Philharmonie, sowie die virtuose Begleitung durch den für den Festabend engagierten Heidelberger Pianisten Alec Vrubekskyy. Die Choryfeen zeigten sich gesanglich in Top-Form. Ob harte Töne von Rammstein, romantischer Schlagerpop von Rosenstolz oder der Neue-Deutsche-Welle-Hit "Kleine Taschenlampe" − die Choryfeen verpassten jedem Stück ihre Handschrift, hauchten und zischelten kollektiv an den passenden Stellen. Unterstützt vom Streicherensemble und 18 Kinderstimmen rührten "Geboren um zu leben" von Unheilig und Herbert Grönemeyers "Der Weg", zwei Stücke, die vom Tod eines geliebten Menschen handeln, Teile des Publikums zu Tränen.
Die Harmonixen aus Grombach und Obergimpern bewegten sich rhythmisch zu Dauerbrennern wie "Schuld war nur der Bossanova", "Tipitipitipso" oder Marianne Rosenbergs "Er gehört zu mir". Die Männer! aus Kirchardt und Grombach waren wie immer gut aufgelegt und verrieten gesanglich unter anderem: "Wunder gibt es immer wieder" und "Es kommt eine Zeit, in der das Wünschen wieder hilft." Sie erinnerten sich, dass ihr erster Auftritt vor fünf Jahren bei einem Konzert der Choryfeen stattgefunden hatte. "Sie sind also so etwas wie unsere Hebammen", erklärte Sänger Ulrich Appenzeller. Ganz nebenbei machten die Männer Kirchardt zur Großen Kreisstadt und beförderten Bürgermeister Rudi Kübler zu deren Oberbürgermeister.
Ergreifend Bei der Zugabe standen Choryfeen, Harmonixen, Männer und die 18 Kinder gemeinsam auf der Bühne und sangen, unterstützt von Streicherensemble und Alec Vrubekskyy, ergreifend "Geboren, um zu leben". Dass ihr Erfolg nicht allein aus ihren guten Stimmen resultiert, wissen die Choryfeen. "Wir sind stolz, dass wir dich haben", bedankte sich Sprecherin Heike Lais bei Dirigent Stefan Fieser.
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