Tipps von Fußballprofis

Von unserer Mitarbeiterin Nicole Theuer

Tipps von Fußballprofis
Echte Profis: Geduldig geben Roberto Pinto (rechts) und Régis Dorn den Schülern Autogramme, egal, ob auf Papier oder auf die nackte Haut. Foto: Franz Theuer 

Eppingen - Aufgeregt flitzten die Unterstufenschüler der Christian-Heinrich-Zeller in Kleingartach durch die Stadthalle. Anstatt Schulunterricht standen am Montagmorgen die Fußballschulmeisterschaften der Unterstufe auf dem Programm. "Hier spielen die Schüler der Klassen eins bis sechs", erzählte David Menner, Organisator und Turnierleiter in Personalunion. "Am nächsten Dienstag sind die älteren Schüler dran, wobei die beiden Finalisten von heute sozusagen als Preis ebenfalls mitspielen dürfen."

Erfolgserlebnis Bereits zum siebten Mal veranstaltete die Erziehungshilfeschule das klassenübergreifende Turnier. "Für unsere Schüler ist das Turnier ganz wichtig, oft ist es so, dass sie im Alltagsleben nicht so viele Erfolgserlebnisse haben." Menner freute sich: "Die Schüler sind mit Feuereifer dabei. Und wirklich alle, die möchten, können auch mitspielen." Nur wenige der Spieler sind in einem Verein aktiv, "sie kennen im Fußball auch eher die ganz bekannten Spieler wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo." Trotzdem war die Freude der Sechs- bis Zwölfjährigen groß, als Régis Dorn und Roberto Pinto ankamen. Die beiden Spieler des aktuellen Tabellenführers der dritten Liga, dem SV Sandhausen, hatten jede Menge Zeit mitgebracht. "Wir machen das sehr gerne", waren sich Dorn und Pinto einig. "Leider kommen in Sandhausen solche Anfragen eher selten. Aber bei unseren früheren Vereinen haben wir das oft gemacht." Der 32-jährige Franzose Régis Dorn kam über den SC Freiburg, Hansa Rostock und Inter Shanghai in die Kurpfalz, der ein Jahr ältere Roberto Pinto, ein gebürtiger Stuttgarter, lernte beim VfB das Fußball ABC. Nach zehn Jahren im Dress mit dem roten Brustring ging er für drei Jahre nach Berlin, danach nach Bielefeld und in die Schweiz, ehe er vor vier Jahren in Sandhausen landete. Für beide war es etwas Besonderes, dass die kleinen Fußballer sie nicht kannten. "Das macht aber sehr viel Spaß, denn so müssen wir uns immer wieder beweisen und dürfen auch viel von uns erzählen."

Großer Traum Obwohl am Nachmittag noch ein Training vor dem Auswärtsspiel am Dienstagabend in Aalen auf dem Programm stand, nahmen sich der Stürmer und der Mittelfeldakteur viel Zeit, die Fragen der Kinder zu beantworten. "Mein größter Traum war es schon immer, Fußballer zu werden", bekannte Dorn auf die Frage von Silas. "Ich habe aber auch das nötige Glück gehabt." Talent, viel Arbeit und Spaß am Fußball, das seien die Grundsteine, um Profi zu werden, fügte Pinto an. "Dabei darf die Schule nicht vernachlässigt werden."




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