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Mit Würde und Achtsamkeit
Von unserer Redakteurin Ulrike Plapp-Schirmer
Kraichgau - Pünktlich zu den Hospizwochen 2012, die am Mittwoch mit einem Gottesdienst beginnen, liegen sie vor: die neuen Flyer des Kirchlich Ambulanten Hospizdienstes Kraichgau. Zurückhaltend und doch ansprechend, vor allem aber professionell sind sie gestaltet: "Uns war wichtig, dass die Menschen sich allein schon durch die Optik animiert fühlen, die Informationen in die Hand zu nehmen", sagt Gisela Jungels vom Diakonischen Werk Eppingen-Bad Rappenau.
Themen
"Das Sterben mit Würde begleiten" ist die Überschrift des Flyers, der die Grundsätze des Hospizdienstes benennt.
Ein zweiter Flyer enthält das Programm der Hospizwochen. "Wir wollten mehr Interesse für die verschiedenen Angebote des Dienstes wecken", so Jungels: die Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und Trauernden, die Hospizwochen in Bad Rappenau und die Trauercafés in Sinsheim und Eppingen, die neu sind. Ihnen widmet sich der dritte Flyer.
Die Cafés sind offen für alle, die einen Verlust erlitten haben, unabhängig davon, wann dieser stattgefunden hat. Sie böten die Möglichkeit, sagt Gisela Jungels, Menschen mit einem ähnlichen Hintergrund zu begegnen und sich gegebenenfalls mit ihnen auszutauschen. Dabei werden sie nicht allein gelassen: Das ehrenamtliche Personal ist geschult, aber keiner werde zu irgend etwas gezwungen: "Die Menschen können genau so kommen, wie sie sind. Sie können sich reinsetzen, Kaffee trinken, Kuchen essen und wieder gehen − oder sich an Gesprächen beteiligen." Manchmal würde es einfach gut tun rauszukommen, weiß Jungels aus langjähriger Erfahrung.
Das Trauercafé in Sinsheim öffnet erstmals am Samstag, 31. März, 15 bis 17 Uhr, in den Räumen der Sozialstation; das in Eppingen wird ab Sonntag, 1. April, jeden ersten Sonntag im Monat im evangelischen Gemeindehaus da sein.
Ein Trauercafé, wie es der Hospizdienst Kraichgau jetzt in zwei Städten auf den Weg bringt, gibt es seit einem Jahr schon in Schwaigern: "Die haben einen sehr guten Zulauf", sagt Gisela Jungels. Der Anstoß hier kam von Menschen, die über das Einzelgespräch hinaus weitere Angebote für Trauernde suchten.
Kinder und Jugendliche
Nicht nur an sie richten sich Jahr um Jahr auch die Hospizwochen in Bad Rappenau mit ihren Informationen zu Sterben, Tod und Trauer. Etwas Besonderes 2012 sind zwei Abende, die ihren Schwerpunkt gesondert auf Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsene legen.
Sabine Krafts Vortrag "Kinderhospizarbeit − noch immer ein Tabu?" wird außerdem flankiert von einem Informationsstand des Kinder- und Jugendhospizdienstes Heilbronn (Termin siehe Hintergrund). Die Heilbronner Selbsthilfegruppe Lichtblick Tak präsentiert sich zudem im Rahmen von Barbara Rolfs Vortrag "Trauer bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen" ebenfalls mit einem speziellen Informationsstand.
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