Kukuk geht in den Keller

Eppingen - 49 Stufen führen in die Tiefe. Nachdem die Besucher die enge Wendeltreppe bezwungen haben, stehen sie in den Kellern der ehemaligen Süßmosterei.

Von Nicole Theuer

Kukuk geht in den Keller
Hanns Christofel, Achim Herrmann und Günter Brenner (von links) betrachten die Kellerräume unter der alten Süßmosterei.Foto: Franz Theuer

Eppingen - 49 Stufen führen in die Tiefe. Nachdem die Besucher die enge Wendeltreppe bezwungen haben, stehen sie in den Kellern der ehemaligen Süßmosterei. Hier liegen Staub und Schmutz der vergangenen Jahrzehnte. "Ich habe Kukuk schon mehrmals angeboten, hier ein bisschen aufräumen zu lassen", berichtet Günter Brenner von der Stadt Eppingen. Doch die Mitglieder des Gemminger Kulturvereins haben die Putzaktion dankend abgelehnt. Sie wollen die sieben Räume so, wie sie sind.

Einmalig

"Für uns war es Liebe auf den ersten Blick", erinnert sich Achim Herrmann. Schon mehrmals war angedacht, dass Kukuk in Eppingen etwas macht. "Bislang ist es aber immer an der Stadt gescheitert", so Brenner. Das Heimattagejahr schien Verwaltung und Gemeinderat der richtige Rahmen, um dem Verein das Angebot mit den Kellern unter der ehemaligen Süßmosterei zu unterbreiten, "Es wird aber eine einmalige Veranstaltung bleiben", schiebt Günter Brenner weiteren Begehrlichkeiten gleich einen Riegel vor.

Mit der Veranstaltung betritt Kukuk Neuland. "Erstmals machen wir etwas unter einem Dach", berichtet Herrmann. Was haben die Kulturschaffenden vor? "Das ist noch im Werden, die Ideen und vor allem die Umsetzung entstehen nach und nach", erzählt Hanns Christofel. Klar ist für ihn und seine Mitstreiter: "Veranstaltung und Ort sollen zu einer Einheit verschmelzen." Der Schauplatz wird bespielt. "Da diese Räume Geschichte atmen, sollen sie nicht in den Hintergrund rücken." Möglich, dass mit verschiedenen Installationen gearbeitet wird.

Die Keller stellen gleich mehrfach eine Herausforderung dar. Zum einen sind noch Fasshalterungen und eine Betoneinfassung für die früher dort gelagerten Sudbehälter vorhanden. In einem weiteren Raum stehen Dutzende Sockel, auf denen einst die Fässer standen. Zudem hat die Stadt Auflagen erteilt. "Es dürfen nur Gruppen rein, die sich auch nicht alleine in den Kellerräumen aufhalten dürfen", verdeutlicht Brenner.

Außerdem müssen die Kukuk-Mitglieder für die Sicherheit der Besucher sorgen. "Das wird eine Herausforderung werden", ist Christofel sicher. Eine der Maßnahmen: In den ehemaligen Aufzugsschacht wird eine Treppe eingebaut, die zugleich als Not- und regulärer Ausgang dient.

Name gefunden
 
Wenn auch noch nicht feststeht, was genau die Besucher am 25. und 26. September zu sehen bekommen, einen Namen für die zweitägige Veranstaltung hat Kukuk schon gefunden. Herrmann: "Sie wird 49 Stufen heißen."