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Kirchardt verwandelt Fun-Arena in Eislaufbahn
Von unserer Mitarbeiterin Gabriele Schneider
Kirchardt - Das ist purer Winterspaß. Nachdem die Gemeinde die Fun-Arena in eine Eislaufbahn verwandelt hatte, tummelten sich das ganze Wochenende Kinder, Jugendliche und auch ein paar Erwachsene auf dem Eis. Manche mit Schlittschuhen, manche ohne, die einen spielten Hockey, andere drehten Pirouetten, zogen ein paar Bahnen oder standen plaudernd am Rand.
Feiern
Für Montag hatten Mobile Jugendarbeit und Schulsozialarbeit eine Party mit Musik und heißem Punsch geplant. Der Bauhof sorgte für Flutlicht und wärmende Schwedenfeuer, die Diakonische Jugendhilfe Region Heilbronn (DJHN) lieh den Kirchardtern zahlreiche Paar Schlittschuhe aus. Von 17 bis 21 Uhr war dann Feiern angesagt. Auch wenn Temperaturen von bis zu zehn Grad minus herrschten, hielten einige lange durch. Zum Beispiel Tobias Müller und Nico Voll. "Ich war jeden Tag hier", erzählte Tobias, "am Samstag sogar vier Stunden lang." Nico hatte sonntags nach einem Fußballturnier, bei dem er mitkickte, noch Lust aufs Schlittschuhlaufen und drehte ein paar Runden.
Die beiden waren sich einig: "Das muss es nächstes Jahr auf jeden Fall wieder geben. Und dann möglichst jeden Abend mit Flutlicht." Genauso sahen es auch die Party-Helfer Michael Gebhard und Josef Ecer. "Die Eisbahn ist eine tolle Sache", fand Michael, "so etwas gibt es schließlich nicht jeden Tag." Josef fügte hinzu: "Endlich ist mal was los hier im Winter." Und noch einen ganz anderen Gedanken sprach Josef aus: Falls einmal jemand planen sollte, die Fun-Arena abzureißen, hätten die Jugendlichen ein tolles Gegenargument: "Wir könnten sagen: Schaut mal, hier läuft doch nicht nur im Sommer, sondern sogar im Winter ganz aktiv was." Zusammen mit Nicole Friederich von der Mobilen Jugendarbeit und Schulsozialarbeiter Thomas Dorn hatten die 16-Jährigen schon am Nachmittag Material zur Schlittschuhbahn gebracht und danach die Gäste mit Punsch bewirtet.
Schlauch
Warum die Jungs bei der Party mithelfen wollten? "Es macht einfach viel Spaß", fand Michael. Die Idee, die Fun-Arena zur Eislaufbahn zu machen, kam Bürgermeister Rudi Kübler am Donnerstagmorgen. Noch am selben Mittag legten Mitarbeiter des Bauhofs den Boden der Arena mit dicken Plastikplanen aus. Anschließend pumpten sie mit einem Feuerwehrschlauch etwa vier Zentimeter hoch Wasser auf die 210 Quadratmeter große Fläche. Über Nacht fror es gut an, so dass schon am Freitagnachmittag die ersten Runden auf dem Eis gedreht werden konnten. Die Eisfläche kann auch weiterhin genutzt werden − jetzt ohne Flutlicht und Musik.
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