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Jugendkultur auf uralten Mauern
Von Fenja Thies
Bad Rappenau - Wer schon einmal da war, kennt das: Schon beim Betreten des Geländes spürte man die Atmosphäre des Römersees. Direkt neben dem Teich liegen die Ruinen, laden zum Träumen und Verweilen ein. Momentan versprechen sie viel für das kommende Wochenende, wenn wieder das Römersee-Open-Air stattfindet. Aus dem uralten Steinen wächst dann Jugendkultur in Reinform.
Viele Unterstützer
Noch sind die Helfer und Mitglieder des Römersee-Kulturvereins mit dem Aufbau beschäftigt. Das Teezelt und das Küchenzelt, die beiden Bühnen, Bauzäune und unendlich viel mehr müssen bis Freitag aufgebaut werden. "Seit gestern sind wir mit zehn, 20 Leuten hier", erzählte am Sonntagnachmittag Sebastian Frey. Früher stand er mit seiner Band Schweinepest auf der Bühne, heute gehört er zum Organisationsteam des Vereins. "Es helfen auch viele Freunde mit." Geboten wird auch in diesem Jahr eine ganze Menge. Das Teezelt ist doppelt so groß wie in den früheren Jahren. Es laufen Doku-Filme, und anschließend gibt es Podiumsdiskussionen. Ein Lagerfeuer sorgt für gemütliche Stimmung zum Ausklang. Am Samstag gibt es einen musikalischen Brunch und eine offene Bühne. Auch die Kunstausstellung und das Kinderprogramm sind wieder dabei. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Bands. Regionale Bands und internationale Gäste werden erwartet. "Als Headliner haben wir Dub Spencer und Trance Hill aus der Schweiz, The Flying Eyes aus den USA und Ivan Ivanovitch and the Kreml Krauts, eine Art russischer Ska-Punk", erzählte Christian Häringer. Wichtig ist allen Organisatoren die Vielfalt der Angebote, vor allem in musikalischer Hinsicht.
Vielfalt
"Wir wollen ein Programm, bei dem für jeden etwas dabei ist. Ziel ist es, nicht nur eine Sparte abzudecken, sodass man auch mal was Neues kennenlernt." In den vergangenen Jahren sind es immer mehr Zuschauer geworden, was für den Erfolg des Römersee-Konzepts spricht. "Wir wollen aber keine große Werbung machen, lieber ist es nicht ganz so voll und dafür gemütlich." Allerdings: "Ein Teil der Atmosphäre ist uns kaputt gemacht worden", meinte Sebastian Frey. "Durch Rodungsarbeiten fehlt viel Grün, es gibt weniger Bäume und Sträucher. Daher haben wir in diesem Jahr auch keinen Lichterwald. Richtung Golfplatz muss alles mit Bauzäunen abgegrenzt werden, weil die Bäume fehlen." Trotzdem gibt es noch genug zu tun. Freiwillige Helfer sind dem Verein deshalb willkommen. Wer Interesse hat, meldet sich unter sebastian@roemersee.de.
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