Wohnideen für das Dreieck am Pfaffenberg

Eppingen  Das neue Baugebiet Westlicher Pfaffenberg II soll Platz für Einzel- und Doppelhäuser bieten. Ein Mehrfamilienhaus sehen viele Stadträte an dieser Stelle kritisch. Die Verwaltung hat erste Ideen zur Diskussion gestellt.

Von Tanja Ochs

Wohnideen für das Dreieck am Pfaffenberg

Zwischen Kolpingstraße, Speyerer Weg und Georg-Friedrich-Händel-Straße soll ein Baugebiet mit Einzel- und Doppelhäusern entstehen.

Foto: Tanja Ochs

 

Das neue Baugebiet Westlicher Pfaffenberg II soll Platz für Einzel- und Doppelhäuser bieten. Ein Mehrfamilienhaus sehen viele Stadträte an dieser Stelle kritisch. Die Verwaltung hat erste Ideen zur Diskussion gestellt.

Hinter der Kolpingstraße plant die Stadt ein neues Baugebiet. Erste Entwürfe eines Bebauungsplans hat die Verwaltung im Technischen Ausschuss präsentiert. Der Vorschlag für den Westlichen Pfaffenberg II orientiere sich vor allem an der Topografie, erklärte Simon Frenger, Geschäftsbereichsleiter der Abteilung Stadtplanung im Eppinger Rathaus.

Entwurf sieht ein- und zweigeschossige Häuser vor

Einzel- und Doppelhäuser könnten demnach am Siedlungsrand das etwa ein Hektar große Areal füllen, auf dem bereits ein Wohnhaus mit Nebengebäuden steht. Um diesen Bestand herum hat die Stadt geplant und eine Animation im Gremium gezeigt. Der erste städtebauliche Entwurf sieht ein- und zweigeschossige Häuser vor. Richtung Georg-Friedrich-Händel-Straße und Kolpingstraße soll die bauliche Dichte der Bebauung höher sein, am Rand Richtung Feld lockerer. So entstehe ein harmonisches Bild, meint der Stadtbaumeister.

Er plant eine Verlängerung der Clara-Schumann-Straße als Erschließungsstraße, die dann in einem Wendehammer endet. Der Anschluss an die Speyerer Straße, die die Fläche im Westen begrenzt, wäre zu teuer. "Wir haben alle Varianten geprüft", erklärte Frenger auf Anfrage von Stadtrat Peter Wieser (Grüne). Würde der Verkehr dort hinaus rollen, wäre ein kompletter Straßenausbau notwendig, so Frenger. Der geplante Stich sei wirtschaftlicher.

Diskussion über Höhe der Häuser

Die erste Diskussion drehte sich vor allem um die Höhe der Häuser. Da das Gebiet zu den derzeitigen Wohnhäusern abfällt, sieht der Vorschlag am Nordostrand in direkter Nachbarschaft zum Bestand die höchste Bebaung vor. Durch die Senke sei das Gesamtbild trotzdem einheitlich, erklärte Frenger. Hartmut Kächele (SPD) warnte hingegen: "Das ist für den Bestand nicht glücklich." Überhaupt finde er den Entwurf "zu eng". Zwar passe der Vorschlag zum Rest der Siedlung, "aber der Rest ist eben nicht besonders gelungen". Eine dreieckige Fläche zu planen sei immer schwierig, sagte Frenger.

Der aktuelle Entwurf sieht ein großes Gebäude am Rand vor, es könnten aber auch zwei Einzelhäuser werden. "Es geht zunächst nur um die städtebaulichen Grundzüge", erklärte der Stadtplaner. Er möchte die Höhe der Häuser bei maximal neun oder 9,50 Meter festlegen, die Wandhöhe bei 6,20 Meter. Wer zwei Stockwerke baut, müsste also ein flacheres Dach wählen.

Peter Wieser regte außerdem an, die Gelegenheit zu nutzen, um "günstigen Wohnraum zu schaffen". Dafür brauche man Mehrgeschosswohnbau, betonte Bürgermeister Peter Thalmann. Das wiederum sah der Ausschuss mehrheitlich kritisch. "Ein großes Gebäude kann ich mir da nicht vorstellen", sagte Herbert Meixner (CDU). Damit komme sozialer Wohnungsbau nicht infrage.

Allerdings sei bei Grundstücksgrößen von 450 bis 600 Quadratmetern auf dem neuen Areal auch ein "günstiges Einzelhaus" möglich, erklärte Thalmann. Die Verwaltung werde den Bebauungsplan nun auf Grundlage der Anregungen weiterentwickeln.