Zähe Ermittlungen nach schwerem A6-Unfall

Bad Rappenau  Die Unfallursache wird wohl ungeklärt bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt die Polizei nach dem schweren Unfall Mitte Januar auf der A6 auf Höhe des Rastplatzes Bauernwald. Zwei Menschen waren in ihren Fahrzeugen verbrannt.

Von Heike Kinkopf

Der Unfall sorgte bundesweit für Aufsehen. Ein Audi-Fahrer war nachts mit seinem Wagen auf das Begleitfahrzeug eines Schwertransportes geprallt. Die Autos gingen in Flammen auf.

Der Schwerlastwagen und das Begleitauto standen hinter einem lettischen Lkw, der offenbar den Zufahrtsstreifen zum Rastplatz blockierte.
 

 

War der Parkplatz überfüllt?

Im Raum steht die Frage, ob der Parkplatz überfüllt war. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, warum der Audi-Fahrer nach rechts auf den Standstreifen geriet, teilt Frank Belz, Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn auf Stimme-Anfrage mit. Das Gutachten zum Unfallhergang stehe zwar noch aus, dieses werde jedoch die Ursache nicht klären können, kündigt Belz neun Wochen nach dem Unglück an.

Eventuell wird das Gutachten konkrete Aussagen zu Geschwindigkeit und „nachkollisionären Fahrzeugbewegungen“ treffen, so Belz weiter. Dies könnte wichtig sein, um beispielsweise die Rolle des lettischen Lkw-Fahrers genau bestimmen zu können.

Lkw-Fahrer wurde vernommen

Mit dem Arbeitgeber des Lastwagenfahrers bestand Belz zufolge Kontakt, mit dem Fahrer selbst noch nicht. Der portugiesische Fahrer des Schwertransporters und die Fahrerin des Begleitfahrzeuges dagegen wurden laut Staatsanwältin Bettina Jörg inzwischen vernommen. Über den Inhalt ihrer Zeugenaussagen macht die Staatsanwaltschaft keine Angaben, da sie Gegenstand der laufenden Ermittlungsverfahren seien.

„Der Unfallhergang wird gründlich rekonstruiert. Dies nimmt Zeit in Anspruch“, so Jörg. Auch für die Hinterbliebenen sei es wichtig, verlässlich zu erfahren, was sich tatsächlichen abgespielt habe. Wenn das Gutachten vorliege, sein mit einem baldigen Abschluss der Ermittlungen zu rechnen. 

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