Verbrennungsopfer kann Faschingshexe nicht beschreiben

Eppingen  Nach dem Unglück beim Nachtumzug in Eppingen Anfang Februar hat die Polizei das Opfer vernommen. Die Ermittler sind weiter auf der Suche nach einem Tatverdächtigen.

Von Jürgen Kümmerle

In diesem Hexenkessel verbrühte sich die Zuschauerin. Foto: dpa

Nach Angaben von Rainer Köller, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Heilbronn, "hat die Vernehmung nicht dazu beigetragen, die Identifizierung des Täters oder der Täter zu erleichtern."

Wie berichtet, war eine 18-Jährige von einer Faschingshexe über einen Kessel mit heißem Wasser gehalten worden. Eine andere soll den Deckel geöffnet haben. Daraufhin sei die Frau bis zu den Knien in das heiße Wasser abgerutscht. Sie erlitt Verbrühungen und wird in einer Spezialklinik behandelt.

Nach wie vor sei die Polizei auf der Suche nach einem Tatverdächtigen. "Die Ermittlungen dauern an", sagt Polizeisprecher Köller.

Weil die Ermittlungen gegen die gesamte Hexengruppe laufen, haben alle Mitglieder einen sogenannten Beschuldigtenstatus und können von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen. Weil die Mitglieder einbestellt und über diesen Umstand belehrt werden müssen, seien die Ermittlungen zeitaufwendig, führten aber nicht unbedingt weiter. Die Vorwürfe lauten fahrlässige Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung.

 

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