Trendsport Frisbee: Keine Angst vor der Scheibe

Bad Rappenau  Beim Schnuppernachmittag der Frisbee-Abteilung des Turnvereins Bad Rappenau lernten 14 Kinder den Sport mit der Scheiben kennen.

Von Gabriele Schneider

Trendsport Frisbee: Keine Angst vor der Scheibe

Die Kinder lernten schnell, wie man die Frisbeescheibe wirft.

Foto: Gabriele Schneider

 

Zielen, werfen - und dann möglichst so fangen, dass es nicht schmerzhaft wird: Damit bei den ersten Frisbee-Erfahrungen alles rund läuft mit der Scheibe, sind Tipps vom Fachmann nützlich. Die Frisbee-Abteilung des Turnvereins Bad Rappenau hat einen Schnuppernachmittag veranstaltet.

Am Freitag haben sich 14 Kinder zwischen sechs und neun Jahren im Waldstadion der Faszination Frisbee gewidmet. Frisbee-Abteilungsleiter und Trainer Robin Müller leitete das Programm einfühlsam und mitreißend, einige seiner Junioren-Spieler unterstützten ihn. Ganz wichtig sei, so Müller, keine Angst vor der Scheibe zu haben. Er gab den Kindern viele Tipps auch in Sachen Fangen, damit ein Treffer nicht gar so weh tut.

Die Arme, so erfuhren die Frisbee-Neulinge, sollte man beim Fangen möglichst so klappen wie eine Krokodilschnauze. Emil (6) hatte sich gut ausgestattet. Da Scheiben beim Auftreffen auch mal schmerzen könnten, "ist mein T-Shirt an den Ellenbogen ein bisschen ausgestopft". Müller zeigte den Kindern viele ganz unterschiedliche Scheiben: weichere und härtere, kleine Kinderscheiben. Dazu Guts-Scheiben, bei denen sich zwei Mannschaften gegenüberstehen, so fest werfen wie möglich, die gegnerischen Fänger dürfen nur mit einer Hand fangen. Robin Müller zeigte auch Wurfringe und Frisbee-Golf-Scheiben.

Beim Frisbee- oder Disc-Golf werfen die Mitspieler ihre Scheibe aus weiter Entfernung in einen Korb. Der, der am wenigsten Würfe benötigt, bis seine Scheibe im Korb liegt, hat gewonnen. In vielen Ländern sei Disc-Golf etablierter Freizeitsport. Müller sagte, der TV rede derzeit mit der Bad Rappenauer Touristikbetrieb GmbH (BTB) darüber, ob man nicht ein Frisbee-Golf-Areal in einen der städtischen Parks integrieren könnte. Die Ferienprogramm-Kinder übten mit dem Trainer und den Junioren-Spielern das Werfen, erfuhren viele Tricks.

Die Kinder durchliefen einen Frisbee-Parcours. Sogar Liegestütze standen hin und wieder auf dem Programm. Die sechsjährige Ida aus Babstadt war ganz in ihrem Element: Sie rannte, hüpfte, warf und fing die Scheiben mit viel Elan. "Vor allem das Fangen und Werfen waren toll", fand sie und erzählte, dass sie daheim auch oft Frisbee spiele. Mutter Alexandra Kreuzer erzählte, dass Ida schon lange am Frisbee-Ferienprogramm teilnehmen wollte, doch bisher sei die Altersgrenze bei acht Jahren gelegen. "Ida spielt am liebsten den ganzen Tag Ball oder Frisbee", sagte sie.

Nick (7) aus Treschklingen war ebenfalls mit Spaß am Werk. "Man sieht, dass er es gern macht", freute sich Mama Daniela Knörzer. Sie ist vom Ferienprogramm insgesamt angetan. Ihr ältester Sohn mache gerade begeistert beim einwöchigen Programm im Jugendhaus mit. Die TV-Frisbee-Abteilung gibt es seit 1994. Heute sind auch etwa 40 Kinder und Jugendliche dabei. Trainiert wird dienstags und freitags ab 17.30 Uhr in der Kraichgauhalle.