Hunderte gehen bei Wandermarathon an den Start

Kraichgau/Zabergäu  Auf dem Eppinger-Linien-Weg steigt am Samstag erstmals ein Wandermarathon. Rund zehn Stunden sind für die 41 Kilometer veranschlagt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Aktionstag.

 

Kann man am Samstag noch spontan mitwandern?

Hunderte gehen bei Wandermarathon an den Start

Der Eppinger-Linien-Weg, hier am Ottilienberg, trägt seit Kurzem ein Qualitätssiegel des Wanderverbands. Gefeiert wird mit dem Wandermarathon am Samstag.

Foto: Tourismusverband

Jederzeit, sagt Dietmar Gretter. Er ist Geschäftsführer des Naturparks Stromberg-Heuchelberg, der gemeinsam mit Kraichgau-Stromberg-Tourismus den Wandermarathon veranstaltet. Spontanwandrer kommen allerdings nicht in den Genuss der Serviceangebote für angemeldete Teilnehmer, etwa Verpflegungsstände oder der Shuttle-Service von Eppingen zurück zum Start.

 

Wie viele sind angemeldet?

Genau 393 Wanderer wollen sich die Premiere nicht entgehen lassen. Eine Punktlandung. "Mit 400 hatten wir gerechnet", zeigt sich Dietmar Gretter zufrieden. Die volle Distanz nehmen 300 Läufer unter die Stiefel, etwa ein Dutzend absolvieren eine kurze Familienstrecke um Zaberfeld-Leonbronn, der Rest ist für den 23 Kilometer langen Halbmarathon von Mühlacker nach Leonbronn gemeldet.

 

Wann geht es los?

Die Langläufer gehen schon um 5.30 Uhr in Mühlacker auf die Strecke, der Halbmarathon startet ab 6.30 Uhr. Die sieben Kilometer lange Familienrunde um Leonbronn beginnt um 10 Uhr.

 

Was ist an der Strecke geboten?

Die meisten Verpflegungsstationen sind angemeldeten Teilnehmern vorbehalten. Ausnahme ist Leonbronn. Dort wird Mittagessen aufgetischt. Jeder kann sich zudem an Verkaufsständen eindecken.

 

Was ist am Ziel geplant?

Die Abschlussfeier steigt im Kraichgau-Stadion bis 22 Uhr. Michael Schröder alias Kraichgau DJ legt auf. Hier ist jeder willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich?

 

Gibt es Verkehrsbehinderungen?

Die Wanderer werden eher in kleinen Gruppen unterwegs sein. Sperrungen für Autofahrer wird es nicht geben. An mehreren Stellen sind aber größere Straßen zu überqueren, etwa bei der Chartaque im Eppinger Wald. Dort werden Autofahrer mit Schildern um besondere Vorsicht gebeten.

 

Was sind eigentlich die Eppinger Linien?

Die Linien sind eine historische Verteidigungsanlage, die sich heute noch in Form von Erhebungen und Gräben im Landschaftsbild abzeichnet. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, genannt "Türkenlouis", ließ die Linien von 1695 bis 1697 errichten, um französische Raubzüge im Pfälzischen Erbfolgekrieg abzuwehren. Nachgebaute Holztürme, sogenannte Chartaques, geben etwa bei Eppingen einen Eindruck von der ursprünglichen Befestigung.

 

Was ist das Besondere am Linien-Wanderweg?

Der Eppinger-Linien-Wanderweg trägt seit Januar das Prädikat "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland". Landesweit gibt es rund zwei Dutzend solcher Premiumstreccken. In der Region trägt nur noch der Neckarsteig das Gütesiegel des Wanderverbands. Zuletzt hat der Gemminger Künstler Hinrich Zürn neun Installationen und Skulpturen geschaffen, die am Linienweg aufgestellt sind. Sie thematisieren zum Teil historische Motive wie den Alltag der Bauern vor Jahrhunderten.

 

Alles zum Wandermarathon

Weitere Informationen zum Aktionstag unter www.naturpark-stromberg-heuchelberg.de oder www.kraichgau-stromberg.com

 

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