Hüffenhardt vor der Wahl: Letzte Vorbereitungen

Hüffenhardt  Gut 1700 Wahlberechtigte entscheiden diesen Sonntag über den nächsten Bürgermeister. Amtsinhaber Walter Neff peilt eine zweite Amtszeit an, sein Herausforderer Armin Hagendorn will den Posten übernehmen.

Von Stefanie Pfäffle und Simon Gajer

Am Wahlsonntag bewirtet MGV in der Halle

Die Vorbereitungen laufen, am Sonntag entscheiden 1700 Wahlberechtigte in Hüffenhardt über das Amt des Bürgermeisters.

Foto: Stefanie Pfäffle

 

Die Wahlkabinen sind aufgestellt, die Wahlurne steht bereit, und auch die Tische für die Wahlhelfer sind bereits in Reih' und Glied aufgebaut. Der Hüffenhardter Bauhof hat am Freitagvormittag seine Vorbereitungen für die anstehende Bürgermeisterwahl am Sonntag abgeschlossen.

"Den Rest mache ich dann morgen", erklärt Kerstin Lais, im Rathaus für Wahlen zuständig. Wenn alles läuft, wie geplant, dann wird gegen 19 Uhr das vorläufige amtliche Endergebnis in der Mehrzweckhalle von Hüffenhardt verkündet.

Wer macht das Rennen?

Dann steht vermutlich fest, ob Amtsinhaber Walter Neff weitere acht Jahre Bürgermeister bleibt, oder ob sein Herausforderer Achim Hagendorn das Rennen macht. Das Interesse an der Wahl ist hoch, das zeigten die beiden Kandidatenvorstellungen der Gemeinde und das Stimme-Wahl-Forum. Alle Informationsveranstaltungen waren sehr gut besucht, die beiden Bewerber machten deutlich, wo sie ihre Schwerpunkte sehen.

Mittlerweile gilt die Wahl auch überregional als interessant: Apotheker in Deutschland interessieren sich für den nächsten Bürgermeister. Walter Neff ist Befürworter der Medikamenten-Abgabe mit Doc Morris, Armin Hagendorn ist Kritiker des niederländischen Versandhändlers.

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In den Wochen vor der Wahl gab es einiges zu tun für Kerstin Lais. Als Erstes wurde der zehnköpfige Gemeindewahlausschuss gebildet. "Man versucht, das mit Gemeinderäten und Gemeindebediensteten zu machen, aber prinzipiell kann jede wahlberechtigte Person bestellt werden." Das sind in Hüffenhardt und Kälbertshausen rund 1700.

Am Sonntag wird in Hüffenhardt ein neuer Bürgermeister gewählt. Foto: Simon Gajer  

Trend zur Briefwahl

Auch bei denen zeigt sich der steigende Trend zur Briefwahl. Bis Freitagmorgen sind 250 Briefwähler registriert worden, diese Zahl konnte bis zum Abend noch steigen. Und sollte jemand plötzlich erkranken, kann der Antrag sogar noch bis Sonntag 15 Uhr eingereicht werden. "In so einem kleinen Ort wie unserem geht das auf dem kleinen Dienstweg, aber das kommt so gut wie nie vor", erzählt Lais.

Musste man früher einen Grund angeben, um seine Briefwahlunterlagen zu beantragen, ist das heute nicht mehr nötig. Für Lais mit ein Grund für den Anstieg. "Es ist halt bequemer, ich kann das irgendwann machen, habe dafür den Sonntag zur freien Verfügung."

Obwohl die Stimmabgabe in Hüffenhardt und Kälbertshausen eher eine Frage weniger Minuten sei, nicht mal die typischen Stoßzeiten nach der Kirche oder dem Mittagessen gebe es noch. "Das verteilt sich auf den ganzen Tag, tröpfelt oft vor sich hin." Die Rathausmitarbeiterin muss noch die vorgeschriebenen Aushänge in die Wahllokale, das Familienzentrum in Hüffenhardt und das Bürgerhaus in Kälbertshausen, bringen. Auch das Wählerverzeichnis wird von ihr am Samstag abgeschlossen.

Programm ab 18 Uhr

Nach Beendigung der Stimmenabgabe um 18 Uhr wird in den Wahllokalen ausgezählt, das Ergebnis an Kerstin Lais im Rathaus mitgeteilt, die das vorläufige amtliche Endergebnis wiederum in die EDV eingibt, an Presse und Homepage weiterleitet.

Zeitgleich wird die Mehrzweckhalle vom MGV Hüffenhardt bewirtet, gegen 19 Uhr folgt die Bekanntgabe. Gibt es einen Gewinner, bekommt der vom MGV, vom Gesangverein Kälbertshausen und der Feuerwehrkapelle ein Ständchen.