Verein plant lebendige Gedenkstätte

Bad Rappenau  Bad Rappenau - Der Freundeskreis der ehemaligen Synagoge in Heinsheim steht kurz vor Kauf des Anwesens. Unterdessen gibt es Diskussionen mit der Stadt. Die will einen Streifen des Grundstücks zur Erschließung abknapsen.

Von Stefanie Pfäffle

Verein plant lebendige Gedenkstätte

Der Eingangsbereich ist noch vollkommen zugestellt.Foto: Pfäffle

 Pfäffle

Bad Rappenau - Wie es aussieht, scheint die Geschichte um die Heinsheimer Synagoge doch noch ein gutes Ende zu nehmen. Zumindest wenn es nach dem Freundeskreis Ehemalige Synagoge Heinsheim geht. "Wir schätzen, dass der Kauf in den nächsten vier Wochen abgeschlossen ist", tippt die erste Vorsitzende Yvonne von Racknitz. Und dann kann es richtig losgehen für den Verein.

Zuletzt war hier eine Schlosserei ansässig, was dem Gerümpel vor dem Eingang noch zu erkennen ist. Eigentlich wollte der Freundeskreis von deren Besitzer die Synagoge kaufen, zögerte aber zu lange und so ging der Zuschlag an einen Immobilienhändler in Schwaigern.

Der merkte aber schnell, dass er mit dem denkmalgeschützten Gebäude nichts anfangen kann und wendete sich wieder an den Freundeskreis. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 45.000 Euro.

Die Stadt Bad Rappenau aber, die zwar kein Interesse daran hat, ihr Erstkaufrecht am Gebäude zu nutzen, verhandelt ebenfalls mit dem Grundstückbesitzer. Die Kommune hat nämlich drei Grundstücke hinter der Synagoge erworben, möchte diese neu bebauen und will eines davon über eine Zufahrt erschließen, die genau am Eingang der Synagoge vorbei führt. "Wir halten das für die optimale Variante und sind in Verhandlungen", erklärt Rathaussprecherin Eva Goldfuß-Siedl. So optimal findet der Freundeskreis diese Variante nicht.