Sturm Egon schleudert Windrad in Autohof

Bad Rappenau  Vom Dach des Schnellrestaurants Burger King in Bad Rappenau-Fürfeld wurden Teile eines Windrads abgerissen und wegen der orkanartigen Böen 50 Meter weit durch die Luft gewirbelt.

Von Adrian Hoffmann

 

Es ist kaum zu fassen: Sturmtief Egon hat in Bad Rappenau-Fürfeld mal eben das kleine Wirsol-Windrad auf dem Dach des Schnellrestaurants Burger King heruntergerissen – und einen Teil davon hinüber in den 24-Express-Autohof geschleudert. Die anderen Teile flogen auf des Gelände des Papier- und Verpackungsmittelherstellers Mondi.

Autohof-Pächterin Petra Wackermann konnte ihren Augen kaum glauben. „Die Windgeschwindigkeit muss zu diesem Zeitpunkt enorm gewesen sein“, sagt sie – der Vorfall geschah um 3 Uhr nachts. Es seien zu diesem Zeitpunkt ein paar Kunden im Laden gewesen und man könne von Glück reden, dass niemand verletzt bzw. getötet wurde. Das Ganze erinnert ein bisschen an Szenen aus dem Film-Klassiker „Twister.“

Die Glastür des Autohofs wurde zerschmettert. Der Windrad-Flügel ist drei Meter lang und wiegt 80 Kilo. Im Innenbereich zerschlug er Flaschen und andere Gegenstände. Der ursprüngliche Windrad-Standort ist von hier etwa 50 Meter entfernt. „Das muss alles ganz schnell gegangen sein“, sagt Petra Wackermann, die selbst gar nicht vor Ort war und den Schaden erst später begutachtete.

„Ich bin wirklich sehr froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, so Wackermann. „Es hätte ja zum Beispiel auch eine Zapfsäule unserer Aral-Tankstelle treffen können.“ Inzwischen sei alles aufgeräumt, provisorisch wurde eine Holztür angebracht. „Das ist wichtig. Damit unsere Kunden beim Essen nicht frieren müssen.“ Wahrscheinlich werde es auch noch eine Zeit lang bei diesem Provisorium bleiben. Es dauere, bis eine neue Glas-Schiebetür bestellt und geliefert sei, erklärt Petra Wackermann, die fürs Erste genug hat von windigen Nächten.

 

 

Bilanz einer chaotischen Sturmnacht

Das Sturmtief Egon hat auch in Heilbronn und Umgebung einige Schäden hinterlassen. Verletzt wurde aber niemand. Die Böen haben in der Region zu über 100 Einsätzen von Polizei und Feuerwehr geführt. Bäume und herabfallende Äste blockierten Straßen. Eine gerissene Leitung in Untergriesheim sorgte für lokale Stromausfälle. Die Polizei rät dazu, Waldgebiete auch weiter zu meiden.