Sozialplan für Palmbräu unter Dach und Fach (30.09.08)

Von Peter Boxheimer

Eppingen - Maximal sechs Mitarbeiter werden bei Palmbräu entlassen. Dies sieht der Sozialplan für das Unternehmen vor, der seit Montagabend unter Dach und Fach ist. Drei Beschäftigten in der Produktion wurde gekündigt; weitere 2,5 Stellen sollen im Logistik-Bereich abgebaut werden. Geschäftsführer Rolf Adler: „Hier gilt es, in den nächsten vier bis sechs Wochen die Belieferung zu optimieren.“

Sicherheit

Nach dem Sozialplan erhalten gekündigte Mitarbeiter pro Beschäftigungsjahr ein halbes Monatsentgelt. Für jedes unterhaltsberechtigte Kind gibt es zudem 1250 Euro, für Schwerbehinderte weitere 3000 Euro. Der Sozialplan läuft bis Juni 2014. „Damit herrscht für die Beschäftigten nun wenigstens Sicherheit hinsichtlich der Bedingungen, sollten aus Arbeitgebersicht in Zukunft weitere Maßnahmen erforderlich werden“, meinte Burkhard Siebert, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Heilbronn. Er ist mit dem Ergebnis der Verhandlungen, die noch mit den in der Vorwoche abberufenen früheren Geschäftsführern Andreas und Georg Polster aufgenommen worden waren, „einigermaßen zufrieden“.

Kompromisse

Nach schwierigen Gesprächen seien Kompromisse erzielt worden, betonte Rolf Adler: „Beide Seiten waren interessiert, für die Beschäftigten und das Unternehmen eine gangbare Lösung zu finden.“ Mit 25 Mitarbeitern sollen Bierproduktion und Logistik künftig bewältigt werden. Siebert gab sich verhalten zuversichtlich, dass die eingeleiteten Maßnahmen ausreichen, um die Brauerei wieder in ein ruhiges Fahrwasser zu bringen. „Wir wollen, dass Palmbräu in Eppingen ohne weitere Einschnitte für die Belegschaft bestehen bleibt“, unterstrich der NGG-Sprecher.



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