Rettung in Sicht für Heinsheimer Synagoge

Bad Rappenau - Der Freundeskreis Ehemalige Synagoge Heinsheim gründet am Freitag einen Verein. Der Erhalt des Gebäudes im Bad Rappenauer Teilort steht dabei an oberster Stelle.

Von Simon Gajer

Synagoge Heinsheim
Gespräch vor der ehemaligen Synagoge, die mittlerweile marode ist: Yvonne von Racknitz und Fritz Abel. Foto: Simon Gajer
Bad Rappenau - Fenster gesprungen, Dach undicht: Die ehemalige Synagoge in Heinsheim ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Lagerschuppen verkommen. Das soll sich ändern. Der Freundeskreis Ehemalige Synagoge Heinsheim möchte zu einem eingetragenen Verein werden und damit Geld sammeln und Spendenbescheinigungen ausstellen können.

Finanzielle Unterstützung ist besonders wichtig. Ziel ist es an erster Stelle, das Gebäude zu bewahren. Die Initiatoren rechnen damit, dass Kauf und die dringenden Sanierungen 80.000 Euro kosten.

Gründungsversammlung am Freitag

Yvonne von Racknitz, die mit Fritz Abel zum Freundeskreis gehört, möchte, dass das Denkmal in der Ortsmitte erhalten bleibt. „Das Gebäude gehört zum Dorfbild“, sagt sie, und damit kann auch die Geschichte des jüdischen Lebens im Kraichgau ein Stück weit mehr erhalten werden.

Den jüdischen Bürgern könne man so Respekt zollen, sagt die Heinsheimerin. Fritz Abel sieht dies ebenso. Synagoge und jüdischer Friedhof seien Teil von Heinsheim. Zumal die Synagoge die einzige in der Stadt ist, die noch erhalten ist.

Die Gründungsversammlung des Vereins beginnt am Freitag, 6. Juli, um 19 Uhr im Bürgerbüro Heinsheim. Interessierte sind willkommen.