Schwere Vorwürfe gegen Hühnerfarm in Gemmingen (16.03.2010)

Gemmingen -  Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" erhebt schwere Vorwürfe gegen den Geflügelhof Schukraft in Gemmingen: Es herrsche Hygienechaos und gebe Tierquälerei. Die Organisation beruft sich auf ein Video, das an mehreren Tagen vor etwa zwei Wochen in den Hühnerbatterien des Betriebs aufgenommen wurde − und fordert sogar die Schließung des Betriebs.

Auflagen

Hubert Waldenberger, Sprecher des Heilbronner Landratsamts, bestätigt, dass der Hühnerfarm-Betreiber bereits Ende Januar eine Auflage bekommen hatte, nach der er die Zahl der Tiere reduzieren muss. Außerdem habe er sich verpflichten müssen, die Käfige täglich durchzuschauen und tote Hühner zu entsorgen. Am Samstag, so Waldenberger, sei erneut ein Veterinär vor Ort gewesen, um zu überprüfen, ob der Betreiber reagiert hat. "Es ist noch nicht alles erledigt." Der Hühnerbestand müsse noch weiter reduziert werden. Es laufe bereits ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen.

Zu den Vorwürfen sagt Rainer Schukraft (Foto: Hoffmann), durch die Umstellung von Käfighaltung auf Kleingruppenhaltung sei die Schlachtfirma im Dezember nicht mehr mit Schlachten nachgekommen. Deshalb habe er zu viele Tiere gehabt, "obwohl das nicht hätte sein dürfen". Außerdem werde der Hof zurzeit umgebaut, so gebe es zum Beispiel einen Bauantrag für einen Bodenhaltungsstall.

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Die Tierschutzorganisation hat Anzeige wegen Tierquälerei erstattet − Schukraft dagegen will Anzeige erstatten, weil die Tierschützer illegal bei ihm eingedrungen seien. Die gemachten Bilder seien zum Teil gestellt gewesen. aho





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