Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Kirchardt  Anlässlich des Volkstrauertages wurde am Sonntag in vielen Gemeinden der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

Von Tanja Ochs

Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Vier Jugendliche haben mit Unterstützung von Joachim Hartmann (zweiter von rechts) und seiner Frau den Gedenkstein für deportierte Berwanger Juden entworfen. Bürgermeister Rudi Kübler dankte den Schülern für ihr Engagement.

Fotos: Tanja Ochs

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In Berwangen wurde bei der Feierstunde auf dem Friedhof ein Mahnmahl für deportierte Juden übergeben. Neun Mitbürger wurden am 22. Oktober 1940 aus Berwangen ach Gurs gebracht, nur drei von ihnen überlebten. Vier Konfirmanden haben sich im vergangenen Jahr mit dem Thema auseinandergesetzt und im Rahmen des ökumenischen Jugendprojekts Mahnmal einen Stein geschaffen, der den angeketteten Davidstern hinter Stangen zeigt. Der Davidstern aus Edelstahl soll symbolisieren, dass "Gewalt einen Glauben nicht bezwingen kann", sagen die Verantwortlichen.

Gedenken

Ein identischer Gedenkstein steht am Mahnmal in Neckarzimmern, wo jede jüdische Gemeinde verewigt werden soll. "Wer in der Zukunft bestehen will, muss die Vergangenheit kennen", lobte Bürgermeister Rudi Kübler das Engagement. Er erinnerte in seiner Ansprache zum Volkstrauertag auch an die Menschen, die bis heute in Bürgerkriegen sterben. "Frieden beginnt im Kleinen", mahnte der Rathauschef. Die Feuerwehrkapelle umrahmte die Feier in Berwangen musikalisch.

Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Eine Rose ziert den angeketteten Davidstern im Gedenkstein.

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