Fabrikverkauf: Sinsheims OB kritisiert Landesregierung

Von Alexander Hettich

Durchgestrichene Parkplatzschilder: Die Messehallen 1 bis 5 stehen leer. Sinsheim will auf dem Areal ein Fabrikverkaufszentrum ermöglichen. Foto: Archiv/Schneider 
Sinsheim - Oberbürgermeister Rolf Geinert hat die ablehnende Haltung der Landesregierung zu Factory-Outlet-Plänen in Sinsheim kritisiert. „Wir können nicht nachvollziehen, dass das, was für Metzingen oder Wertheim gilt, nicht für Sinsheim gelten soll“, schreibt Geinert in einem Brief an Gisela Splett (Grüne), Staatssekretärin im Stuttgarter Verkehrsministerium.

Gutachten belegten, dass Geschäfte in der Region keine negativen Auswirkungen zu erwarten hätten. Der OB fürchtet, dass „die Chance, Arbeitsplätze zu schaffen und Wirtschafts- und Kaufkraft hier zu halten, vertan wird“.

Der Sinsheimer Gemeinderat hatte sich im September mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die Weichen für einen Fabrikverkauf zu stellen und ein entsprechendes Raumordnungsverfahren anzustrengen. Kritik kam prompt vom Regionalverband und von der Heilbronner Stadtinitiative. Auch umliegende Städte wie Eppingen und Bad Rappenau fürchten um den örtlichen Einzelhandel.

 




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