Bad Rappenauer will Mister Germany werden

Bad Rappenau  Fabian Fröhlich kommt aus Bad Rappenau, ins Rennen um die Krone des Mister Germany geht der 24-Jährige allerdings als Mister Mitteldeutschland.

Von Nicole Theuer

Kurstädter will Mister Germany werden

Mister Mitteldeutschland aus Bad Rappenau: Fabian Fröhlich.

Foto: Theuer

Er vertritt dabei die Farben Thüringens beim Schaulaufen der Schönsten.

Aus einer Laune heraus hat sich Fabian Fröhlich vor mehr als einem Jahr erstmals für die Wahl des Mister Baden-Württemberg beworben. Damals erfolglos, dieses Jahr reichte es für Platz drei im Südwesten.

"Da ich mich aus Spaß beworben hatte, war ich nicht so gut vorbereitet", erzählt der Maschinenbauingenieur. Dort wurde er gefragt, ob wer nicht um den Titel des Mister Mitteldeutschland konkurrieren will, um dann beim Bundesentscheid mitzumischen.

Fröhlich musste nicht lange überlegen, nur zwei Tage nach dem dritten Platz in Karlsruhe stellte er sich in Jena dem Urteil der Jury. Groß war Fröhlichs Konkurrenz nicht, lediglich zwei weitere junge Männer bewarben sich um den Titel. Am Ende setzte sich der Kurstädter durch und vertritt die Farben Thüringens bei der Wahl zum Mister Germany Anfang nächsten Monats in Mecklenburg-Vorpommern.

"Im Vorfeld der Wahl werde ich ein bisschen mehr trainieren und noch mehr auf meine Ernährung achten, aber ansonsten bereite ich mich nicht groß vor", so Fröhlich, der fünf- bis siebenmal die Woche im Fitnessstudio zu finden ist. "Allerdings nicht stundenlang, sondern meistens etwa 45 Minuten pro Sitzung." Als Ausgleich geht er entweder im Rappenauer Wald joggen und begibt sich auf die Laufbahn. "Sport war mir schon immer sehr wichtig. Seit ich laufen kann, war ich in der Leichtathletik aktiv und habe früher auch Wettkämpfe bestritten. Heute beschränke ich mich auf das Training." Nach Mecklenburg-Vorpommern fahre er entspannt. "Ich möchte Spaß haben und coole Leute kennenlernen."

Unabhängig vom Ausgang der Wahl am zweiten Dezembersamstag, plant Fröhlich keinen Berufswechsel. "Mister Germany wäre kein Full-Time-Job. Es kann zwar vorkommen, dass es hinterher Anfragen für Fotoshootings gibt, aber ein Hauptberuf wird es nicht werden." Dafür weiß er, was bei der Wahl in Dobbin auf ihn zukommen wird. "In Jena mussten wir uns selbst kurz vorstellen, danach mussten die Männer zuerst im Anzug, danach in Jeans und mit freiem Oberkörper über den Laufsteg."

Vorjahressieger Mathias Baron hat ihm erzählt, worauf es ankommt, "dass am Ende Sympathie und Bescheidenheit den Ausschlag gegeben haben sowie der Mut, beruflich etwas zu riskieren und Gas zu geben."

Gas geben, das zieht sich durch Fröhlichs Leben wie ein roter Faden. Surfen und Tiefschneeskifahren zählt er zu seinen Hobbys. Und im Winter findet man Fröhlich auf den Pisten in der Schweiz und Frankreich.