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Figurentheater stellt neues Programm vor
Von Simon Gajer
Eppingen - Das Eppinger Figurentheater möchte mehr sein als nur eine Stätte, in der Zuschauer Kultur konsumieren. Theater soll ein lebendiger Ort sein, sagt Heidi Callewaert-Zotz, die mit Ehemann Thomas Zotz hinter der Einrichtung steht. Theater ist "erleben und sich selbst einbringen". Ein Haus der Kultur soll entstehen, "ein Haus für alle". Das Gebäude soll sich öffnen, sodass nicht mehr nur allein die Theaterkultur im Mittelpunkt steht, aber immerhin noch Kunst, die in Richtung Darstellung geht. Dieser Ansatz zeigt sich im neuen Programm, in dem das Theater mit Gruppen aus der Stadt kooperiert. Das Paar möchte ein "Netzwerk in Eppingen intensivieren", sagt Zotz, außerdem gibt es erneut Auftritte in Gemmingen und Ittlingen.
Los geht es diesen Freitag, wenn Arnim Töpel auftritt bei einer Veranstaltung der Heimatfreunde und der Stadt. Es folgen ein Buchvortrag mit Diashow über "Abenteuer Wildnis" zusammen mit der Stadtbücherei oder die Waldausstellung mit dem Forstamt.
Kurse
Das Figurentheater bietet Theaterkurse an, die von Kindern rege nachgefragt werden. Ähnliches für Erwachsene − dafür ist das Ehepaar genauso offen wie für den häufig geäußerten Wunsch, einen Spielclub für Jugendliche regelmäßiger anzubieten. Das gehe nur mit einem Theaterpädagogen, der im Team integriert ist. Noch bleibt es ein Wunsch. "Wir arbeiten daran", verspricht Heidi Callewaert-Zotz.
Das Kinder- und Jugendangebot hat sich unter Schulen und Kindergärten herumgesprochen. Man möchte "nicht nur pure Unterhaltung bieten", erklärt Thomas Zotz. Die Stücke haben einen pädagogischen Ansatz. Dazu passt "Polleke Bär auf Abenteuer". Das Figurentheater betritt mit dem Werk gleich zwei Mal Neuland. Zum ersten Mal schreibt die Bühne eine Fortsetzung eines erfolgreichen Eigenwerks, und zum ersten Mal entsteht es komplett in Eppingen. Das Stück erzählt natürlich ein Abenteuer, allerdings können Kindergärten und Schulen das Thema Natur aufgreifen und vertiefen. "Wir geben den Impuls", sagt Callewaert-Zotz.
Festival
"Frech, witzig, eine schnelle Inszenierung": So umschreibt Thomas Zotz das Gastspiel des Marotte-Figurentheaters, das mit einer Inszenierung des Monty-Python-Kultfilms "Ritter der Kokosnuss" kommt. Auch das eine Premiere: Das Eppinger Figurentheater gehört zu einer Gruppe von Spielstätten, die vom Land gefördert werden. Zum ersten Mal gastiert ein anderes Mitglied der Gruppe in Eppingen. Diese Kooperation soll vertieft werden, kündigt Heidi Callewaert-Zotz an und blickt bereits ins Jahr 2013. Die Eppinger Einrichtung ist zwar mit ihren zweieinhalb Jahren eines der jüngsten Mitglieder, doch dann richtet sie ein einwöchiges Festival aus. Näher liegen die zweiten Internationalen Kulturtage im März − bei der Imaginale, dem Figurentheater-Festival des Landes, macht Eppingen wieder mit.
Hintergrund: Eine Auswahl an Stücken
Im Figurentheater tritt diesen Freitag, 23. September, 20 Uhr, Arnim Töpel mit „Wemm gheaschn Du?“ auf. „Die Ritter der Kokosnuss“ gibt es am Freitag, 7. Oktober, 20 Uhr, und Jo Bentfeld hält einen Vortrag „Abenteuer Wildnis“ am Freitag, 28. Oktober, 19.30 Uhr. Eine literarische Weinlese mit Jürgen Flügge findet am Samstag, 19. November, 20 Uhr, statt, und in der Ittlinger Festhalle gibt es „Kohlhaas“, frei nach Heinrich von Kleist, am Freitag, 25. November, 20 Uhr. Beim Kindertheater sind mehrere Termine angesetzt. Die Uraufführung von „Polleke Bär auf Abenteuer“ ist am Sonntag, 9. Oktober, 15 Uhr. „Peter und der Wolf“ ist erstmals am Freitag, 11. November, 10 Uhr, zu sehen. Das komplette Programm finden Interessenten im Internet unter der Adresse www.eppinger-figurentheater.de. ing
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