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28. Römerseefestival besticht durch Musik und Rahmenprogramm
Von Ulrike Plapp-Schirmer
Bad Rappenau - Als hätte das Römerseefestival genau dafür ein Abonnement, hat es zwischendurch immer wieder mal getröpfelt. Der Konzert- und Partystimmung auf dem Gelände, in der Tee-Jurte oder vor der Zeltbühne tat das keinen Abbruch: Publikum und Künstler fühlten sich rund um die Villa rustica wohl.
Lässig
Zwei Tage lang war hier ein lässiger Lebensstil zu spüren, mit ganz viel Musik und richtig gutem Essen, mit Vorträgen von Greenpeace und neonfarbenem Meeresgetier im Gebüsch, mit Plüschsofas allerorten, Lagerfeuer und Tanz. Über 20 Bands spielten vor einem überwiegend jungen Publikum unter gut organisierten Bedingungen. Von der High-Tech-Kaffeemaschine bis zu den Sanitätern des DRK-Ortsvereins Bad Wimpfen hatte der Römersee-Kulturverein an alles gedacht, was ein gutes Festival braucht. Steak oder Baclava, Fritz-Kola, super Cappuccino, Cocktails oder Bier - die Besucher konnte es sich richtig gut gehen lassen.
Zu viel sei schief gelaufen, erklärt er hinterher. Doch die vier Jungs gaben ihre Visitenkarte ab und zeigten, dass sie was von englischem Gitarrenpop und gutem Songwriting verstehen.
„Jung und gut“, lautete daher das Lob der weitaus erfahreneren Gruppe Zisa aus der Schweiz, die im Anschluss gut gelaunte Weltmusik spielte. Die sechs Musiker mussten nach dem Auftritt gleich weg, am Samstagabend spielten sie schon wieder in Basel.
Kraftvoll
Auf ganz unterschiedlichen Sprossen der Karriereleiter stehen die Bands, die beim 28. Römerseefestival auftraten. Fürs Publikum gab es viel zu entdecken, auch wenn die ganz harten, manchmal auch düsteren Sachen wirklich nicht jedermanns Geschmack waren.
Hart, aber irre herzlich, ja fast bodenständig: die Stoner-Rock-Gruppe OneInchMan aus Weinsberg, der erste echte Höhepunkt des Festivals. Im Windschatten von Mother Superior aus L.A. haben sie bereits internationale Bühnenluft geschnuppert, und trotzdem überraschten die vier Männer mit ihrer kraftvollen Show und ihrer unbändigen Lust am Auftritt.
Um mehr als 20 Bands im Programm unterzubringen, mussten einige sehr früh spielen: Ganz ruhig und mit viel Gefühl legte DJane Axestone Amélie aus Heilbronn gegen 19 Uhr im Zelt vor ganz wenigen Gästen Platten auf. Richtig voll war die Wiese vor der großen Bühne bei der Berliner Rockband Oozing Goo, die harte Klangteppiche ohne Gesang auslegte. Und natürlich bei The Shanes aus Trier, die mit einer Mischung aus Folk, Country, Balkan-Pop und Rock'n'Roll die Menge zum Tanzen und Toben brachte.
Guter Ruf
„Den Leuten hat's gefallen“, hieß die Bilanz von Programmchef Christian Häringer. Auch in Musikerkreisen genießt das Festival einen guten Ruf. Ausschließlich aus Bewerbungen setzte sich das Programm zusammen: „Die Bands, die bei uns spielen, habe auch richtig Lust, hier zu spielen.“
>>Weitere Bilder unter www.stimmt.de
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