Nach einjähriger Pause: Das Römersee-Festival ist zurück

Region  Das Römersee-Festival findet wieder statt. Auf diese Nachricht haben Fans der urigen Veranstaltung bei Bad Rappenau-Zimmerhof gewartet.

Von Simon Gajer

Das Römersee-Festival findet wieder statt. Auf diese Nachricht haben Fans der urigen Veranstaltung bei Zimmerhof gewartet. Am Freitag und Samstag, 19. und 20. August, treten bei der 34. Ausgabe 25 Bands und DJs auf. Das Römersee, wie die Veranstaltung liebevoll genannt wird, ist aber noch nicht überm Berg.

„Wir haben es vermisst“, sagt Johannes Hofstetter vom veranstaltenden Römersee-Verein. „Es steckte viel Herzblut drin, und wir wollten es nicht einfach aufgeben.“ Hofstetter betont: „Das Römersee muss es geben.“ Im vergangenen Jahr hatte die Gruppe aber trotzdem beschlossen, wegen Mitreitermangels eine Pause einzulegen. Es waren immer dieselben Helfer, die sich eingebracht hatten, und die wollten einfach mal eine Auszeit haben. „Das Team brauchte eine Pause zum Durchatmen“, erzählt Johannes Hofstetter. Der harte Kern habe nicht ein weiteres Mal im August zwei Wochen Urlaub nehmen wollen, um das Festival zu stemmen.

Der Hilferuf zeigte teilweise Wirkung. Neue Unterstützer seien hinzugekommen, das Team habe sich „ein bisschen verjüngt“, berichtet Johannes Hofstetter. Das Ziel, den Verein komplett an eine neue Generation weiterzugeben, sei jedoch noch nicht erreicht worden. Das Vorstandsmitglied ist verhalten optimistisch. „Vielleicht sind wir auf einem guten Weg.“

Die einjährige Pause hat dem Festival nicht geschadet, der Bekanntheitsgrad ist geblieben. Nach wie vor habe das Römersee bei Bands und ihren Agenturen einen guten Ruf, sagt das Vorstandsmitglied. Gruppen kämen sogar zu einem deutlich niedrigeren Preis als üblich, um am Gewässer auftreten zu dürfen. „Wir haben sehr interessante Bands dabei“, freut sich Johannes Hofstetter mit Blick auf das Spektakel, das seit Jahren unter dem Motto „Eintritt frei, Zelten frei, Gedanken frei“ steht. Er hebt zwei Bands hervor: Am Freitag kommt Ouzo Bazooka aus Israel. Am Samstag spielt unter anderem Django Lassi, ein Sextett aus Berlin.

Die Finanzierung fällt den Verantwortlichen regelmäßig schwer. „Bei uns geht es ganz eng zu“, sagt Johannes Hofstetter, der auf Sponsoren hofft, die dem Verein beiseite springen. Statt Eintritt zu erheben, hat der Verein die Aktion „Rettet den Fisch!“ ins Leben gerufen. Beispielsweise gibt es für 50 Euro den Gold-Fisch-Pass, zu dem unter anderem ein T-Shirt gehört. Der Klub hofft, dass Sympathisanten auf diesem Weg das Festival unterstützen. Ziel sei, 100 Pässe zu verkaufen.

Mittlerweile mischt das Römersee in Heilbronn die Musik-Szene mit seiner Klangvorhang-Reihe auf. „In Heilbronn gibt es einen Bedarf an Konzerten für junge Leute“, ist Hofstetter überzeugt. Vier Auftritte im Mobilat hat es bereits gegeben, zu denen im Schnitt 100 gekommen seien. Ausnahme: Les Yeux d’la Tête aus Paris. „Wir hatten 200 Besucher.“

Weitere Infos unter http://roemersee.de