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Hunderte Besucher bei Jazz in der Eppinger Altstadt
Von Steffan Maurhoff
Bildergalerie: Jazz in der Altstadt Eppingen | 22.10.
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Eppingen - Von cool bis modern reichte das Spektrum der Bands beim zwölften Jazz in der Altstadt. Hunderte Fans pilgerten am Samstag durch das nächtliche Eppingen, erlebten an sechs Veranstaltungsorten einen abwechslungsreichen Stil-Mix. Beim Auftakt des Abends gab es launige Worte und, irgendwie ganz passend zum Jazz, auch leichte Dissonanzen.
Anspielung
Palmbräu-Geschäftsführer Wolfgang Scheidtweiler schoss als Sponsor einen Pfeil in Richtung Heilbronn-Marketing GmbH ab: „Es ist unglaublich, was die Eppinger da auf die Füße stellen“, lobte er den Veranstaltungs-Selbstläufer, der die Stadtkasse kaum belastet, und schob süffisant nach: „...ohne die Lieferanten so auszunehmen wie in Heilbronn beim Volksfest“. In Anwesenheit etlicher Heilbronner war dies natürlich eine Anspielung auf den – inzwischen beigelegten – Rechtsstreit um eine Schadensersatzforderung gegen die einst beim Volksfest ausgebootete Eppinger Traditionsbrauerei.
Oberbürgermeister Klaus Holaschke nahm dem Seitenhieb etwas die Schärfe, indem er unter der auffällig zahlreich aufgelaufenen Politprominenz besonders die Heilbronner FDP-Stadtratsfraktion um Bundestagsabgeordneten Michael Link begrüßte. Die Delegation hatte ihre Klausursitzung am Samstag nach Eppingen verlegt und blieb auch über Nacht. „Ein belebender Wirtschaftsfaktor“, witzelte Holaschke.
Stimmungsvoll
Das waren freilich auch alle übrigen anderen der nahezu 500 Jazzfreunde, die zwischen den sechs stimmungsvollen Veranstaltungsorten in der Altstadt hin und her pilgerten. Über diese Besucherzahl freuten sich Ordnungsamtsleiter Günter Brenner und Stadtrat Michael Mairhofer als Organisatoren nach leicht gesunkenen Zahlen im vergangenen Jahr besonders. „Das ist ein Nischen-Event“, sagte Brenner, der mit einem Ansturm wahrer Massen gar nicht gerechnet hatte. Trotzdem ging es an den Veranstaltungsorten ziemlich eng zu.
Im Ahnenkeller der Palmbräu boten die Lokalmatadoren von Fantasee Evergreens – und die Zuhörer sangen Saxophonist Edgar Demling zum 39. ein spontanes „Happy Birthday“. Sphärenklänge schlug das Trio Hellmüller-Risso-Renold im Wachlokal des Rathauses an, in der Katharinenkapelle ließ es der Kölner Pianist Lars Duppler krachen. Im Wirtskeller St. Georg erstürmte die Studentenformation Kaffeepause die Herzen ihrer Zuhörer, während Jasmin Perret in der Alten Universität unangepassten Pop-Rock bot und The Dynamite Daze im proppenvollen Gewölbekeller der Familie Gräßle astreinen Garagenblues zelebrierte.
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