Gedankenspiele um Gemminger Heimatmuseum

Von Alexander Hettich


 
Das Gärtnerhaus soll auch zukünftig von Vereinen genutzt werden. Ob auch Museumsräume dazukommen, hängt auch von Zuschüssen ab.  

Gemmingen -  In ein paar Jahren könnte der Ort um eine Attraktion reicher sein. So gibt es Überlegungen, im Gärtnerhaus beim Schloss ein Heimatmuseum unterzubringen. Dort sollen die historischen Grabplatten derer von Gemmingen ein Dach über dem Kopf finden. Timo Wolf schwebt zudem ein vielseitig nutzbarer Veranstaltungsraum in bester Lage vor. „Wir haben aber noch kein ausgereiftes Konzept“, betont der Bürgermeister.
 
Das Nebengebäude im Hof des Schlosses wird von Vereinen genutzt. Das soll auch so bleiben, erläutert Wolf. Ein Teil des Baus könnte aber eine neue Bestimmung bekommen. Dabei hat der Bürgermeister kein klassisches Heimatmuseum im Sinn, in dem etwa historische Fahrzeuge unterkommen. Als ein Vorbild könnte vielmehr Eppingen-Kleingartach dienen. Dort knüpft die Weinbaustube an die Ortsgeschichte an, bietet aber auch ein Forum für vielfältige Veranstaltungen. Die Lage direkt am Schlosspark und am Radwanderweg sei ideal, so Wolf. „So könnten wir den inneren Ort noch weiter aufwerten.“
 
Bald im Trockenen? Grabplatten des Adelsgeschlechts von Gemmingen sind im Freien der Witterung ausgesetzt.  
Eine Aufwertung erführen auch markante Zeugnisse, die der Landadel hinterlassen hat. An die Vorfahren der weit verzweigten Familie von Gemmingen erinnern an der Schlosshofmauer bis zu zwei Meter hohe Grabtafeln aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Wind und Wetter haben den Denkmälern immer wieder zugesetzt. Die Nachfahren der Freiherren haben sich den Erhalt viel Geld kosten lassen. In einem Heimatmuseum wären die bedrohten Steinplatten gut aufgehoben.


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