Trauermarsch für Joshi

Zuzenhausen - Der mutmaßliche Tierquäler aus Zuzenhausen bekommt nach Angaben der Heidelberger Polizei nun auch Drohbriefe – bislang wusste man nur von wutentbrannten Äußerungen im Internet. Unterdessen steht fest, dass es einen Trauermarsch für Joshi geben wird.

Von Adrian Hoffmann


Zuzenhausen - Der mutmaßliche Tierquäler aus Zuzenhausen bekommt nach Angaben der Heidelberger Polizei nun auch Drohbriefe – bislang wusste man nur von wutentbrannten Äußerungen im Internet. „Wir haben die Ermittlungen ausgeweitet“, sagte Sprecher Harald Kurzer der Kraichgau Stimme. Man beobachte die Entwicklung mit größter Aufmerksamkeit.

Unterdessen steht fest, dass es einen Trauermarsch für Joshi in Zuzenhausen geben wird: am Samstag, 5. Juni, 16 Uhr. Ramona Gippert, die im Internetnetzwerk Wer-Kennt-Wen die Gruppe für Joshi (derzeit rund 25.000 Mitglieder) gegründet hat, benennt als Ziel der Veranstaltung härtere Strafen für Tierquäler.

Dass es im Fall Joshi möglicherweise nur eine Geldstrafe geben könnte, sorge unter Tierfreunden für Diskussionen. Bei dem Trauermarsch „wollen wir den Hund in den Vordergrund stellen, nicht den Täter“, sagt sie zu Befürchtungen, dass die Veranstaltung eskalieren könnte. Mehrere 100 Teilnehmer werden erwartet. Gippert betont, man wolle sich klar von Menschen distanzieren, die dem mutmaßlichen Tierquäler drohen und über das Ziel hinausschießen.

Nach Informationen der Stimme sollen die noch bei der betroffenen Familie lebenden Katzen am Samstag vom Sinsheimer Tierheim übernommen werden.