Tierheim enttäuscht: Katzenübergabe gescheitert (23.05.2010)

Zuzenhausen - Die Katzen des mutmaßlichen Tierquälers aus Zuzenhausen sind nicht wie geplant am Samstag an das Sinsheimer Tierheim übergeben worden. Tierheim-Leiterin Gaby Strobel-Maus war in Begleitung der Polizei und des Zuzenhausener Ordnungsamts bei der betreffenden Familie vor Ort – und ging wenig später frustriert nach Hause.

Von Adrian Hoffmann


Zuzenhausen - Die Katzen des mutmaßlichen Tierquälers aus Zuzenhausen sind nicht wie geplant am Samstag an das Sinsheimer Tierheim übergeben worden. Tierheim-Leiterin Gaby Strobel-Maus war in Begleitung der Polizei und des Zuzenhausener Ordnungsamts bei der betreffenden Familie vor Ort – und ging wenig später frustriert nach Hause.

Wie mit der Familie am Tag zuvor besprochen habe sie die Katzen mitnehmen wollen, sagte sie der Kraichgau Stimme am Sonntagmorgen. Allerdings habe die Familie dann unerwartet auf die vom Landratsamt gesetzte Frist verwiesen, nach der sie bis zum 28. Mai Zeit haben, die Katzen selbst anderweitig unterzubringen. „Das war sehr enttäuschend“, so Strobel-Maus. Sie könne auch nicht verstehen, weshalb eine solch lange Frist eingeräumt worden sei.

Wie berichtet wurde gegen die Familie, die Hund Joshi gehalten hatte, vergangene Woche ein Tierhalteverbot verhängt. Nach Informationen des Landratsamts besitzt die Familie momentan noch sechs Katzen. Werden die Katzen nicht innerhalb der genannten Frist anderweitig untergebracht, werden sie vom Veterinäramt beschlagnahmt.

Drohbriefe

Der mutmaßliche Tierquäler bekommt nach Angaben der Heidelberger Polizei nun auch Drohbriefe – bislang wusste man nur von wutentbrannten Äußerungen im Internet. „Wir haben die Ermittlungen ausgeweitet“, sagte Sprecher Harald Kurzer der Kraichgau Stimme. Man beobachte die Entwicklung mit größter Aufmerksamkeit. >>Weiterlesen