Letzte Absprachen vor Joshi-Mahnwache (02.06.2010)

Zuzenhausen - Die Planungen für die Mahnwache in Zuzenhausen laufen auf Hochtouren. An der Kundgebung wollen am Samstag rund 800 Leute teilnehmen. Ramona Gippert, Gründerin der Wer-Kennt-Wen-Gruppe zu Joshi, beantwortet auf stimme.de die wichtigsten Fragen.

Zuzenhausen - Die Planungen für die Mahnwache in Zuzenhausen laufen auf Hochtouren. Heute besprechen die Organisatoren  mit Polizei und Verwaltung die letzten Details. Ramona Gippert (Foto: privat), Gründerin der Wer-Kennt-Wen-Gruppe zu Joshi, hat für stimme.de die wichtigsten Fragen beantwortet:


Wann geht es wo genau los?

Ramona Gippert: Am Samstag um 16 Uhr bei der Firma Leifheit. Von dort führt ein Weg in die Straße, in der Joshi gefunden wurde.


Wie werden die einzelnen Teilnehmer anreisen?

Gippert: Viele mit dem Zug. Die Bahn weiß Bescheid, dass es am Samstag etwas voller werden kann.


Von wo überall kommen Teilnehmer?

Gippert: Querbeet durch das Bundesgebiet. Von München, der Pfalz, aus Mannheim, aus Mülheim an der Ruhr, Ludwigsburg usw.


Was sind die Ziele der Veranstaltung?

Gippert: Es soll an Joshi gedacht werden, und wir wollen Aufmerksamkeit erregen und uns dafür einsetzen, dass Tiere nicht nur als "Sache" bezeichnet werden. Wir hoffen, dass im zukünftigen Tierschutz einiges passiert. Es sollen strengere Kontrollen folgen, Personalmangel zählt bei uns nicht als Ausrede.


Wie gehen Sie mit der Befürchtung in der Gemeinde um, militante Tierschützer könnten das Haus des Hundehalters aufsuchen?

Gippert: Mittlerweile nehmen wir das locker. Der Hund wird im Vordergrund stehen, und viele Mitglieder haben das auch eingesehen. Und schließlich ist die Polizei mit dabei, die uns nur bis zu der Stelle lässt, an der Joshi lag.


Wie wollen Sie eben jenen Menschen am Tag der Veranstaltung entgegenwirken?

Gippert: Das legen wir den organisierten Securitys in die Hände und der Polizei.


Inwiefern arbeiten Sie mit Polizei und Gemeinde zusammen?

Gippert: Unsere Mitglieder Claudia Trageser Karsten, Senf und Margit Bamberger haben das in die Hand genommen und sich mit der Gemeinde getroffen. Dort wurde alles besprochen.


Wie entwickelt sich die von Ihnen gegründete Wer-Kennt-Wen-Gruppe?

Gippert: Jetzt sind wir bei circa 27.800 Mitglieder, und so um den Dreh bleibt das jetzt auch. Wir haben viele aktive Mitglieder, ohne deren Engagement es nicht soweit gekommen wäre. Es wird zum Beispiel T-Shirts geben, die man nur über die Gruppe bei einem Mitglied vorbestellen kann. Es kostet 15 Euro und wird am Tag der Mahnwache rausgegeben, der Erlös soll dem Sinsheimer Tierheim zu gute kommen. Weiterhin gibt es auch Buttons, auf denen Joshi abgebildet ist und steht "Weil du eine Sache warst".


Hatten Sie mit derartiger Resonanz gerechnet?

Gippert: Anfangs nicht, ich war total überrumpelt. Aber jetzt ist es einfach nur toll. Und die Mitglieder sind spitze. Ohne die Hilfe der Mitglieder wäre das nie soweit gekommen. Ich hoffe, dass es auch über Joshi hinaus so aktiv in der Gruppe weiter geht.


Wie behalten Sie bei der Fülle an Kommentaren hier noch den Überblick?

Gippert: Ich habe so tolle Administratoren, die mir im Aufbau der Gruppe empfohlen worden sind, die mit mir über die Themen und Kommentare schauen. Die Arbeit läuft Hand in Hand.


Was sind die letzten Planungen vor Samstag?

Gippert: Die Firma Leifheit hat nun ihr Okay gegeben, uns die Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Bis Freitag, 16 Uhr, kann man sich noch T-Shirts bestellen. Es gibt nur noch wenige Fragen von Mitgliedern, die sich in manchen Punkten noch unsicher sind. Und das war es. Der Samstag kann kommen.


Viele sagen: Eine Mahnwache sei übertrieben. Was entgegnen Sie diesen Leuten?

Gippert: Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, solche Leute haben wir auch in der Gruppe. Wir versuchen dann zu erläutern was uns daran so wichtig ist, und das wird von den meisten akzeptiert.