R. Stahl rutscht tiefer in die roten Zahlen

Waldenburg  Der Waldenburger Explosionsschutzspezialist reduziert erneut den Geschäftsausblick: Weniger Umsatz als erwartet, doppelt so hoher Verlust. Ein neues Sparprogramm ist in Vorbereitung.

Von Manfred Stockburger

R. Stahl

Erneut hat die R. Stahl AG ihre Jahresprognose angepasst - nach unten. Am Vorabend der Veröffentlichung des Quartalsberichts teilte das börsennotierte Unternehmen mit, dass der operative Verlust im laufenden Jahr nun voraussichtlich vier bis acht Millionen Euro betragen werde. Zuletzt war das Unternehmen von einem Minus zwischen null und vier Millionen ausgegangen.

Zum Jahresbeginn erwartete der Vorstand noch eine Verbesserung des Vorjahresergebnisses (Ebit) von plus 8,4 Millionen Euro. Finanzierungs- sowie Restrukturierungskosten sind in dem jetzt angekündigten Verlust noch nicht enthalten.

Umsatz-Prognose mehrfach abgesenkt

Beim Umsatz schraubte der Vorstand die Erwartung ebenfalls zurück, lediglich zwischen 262 und 267 Millionen Euro werden nun im Jahresende in den Büchern stehen. Vergangenes Jahr hatte das Unternehmen bereits ein Minus von gut zehn Prozent auf 287 Millionen Euro verkraften müssen. Ursprünglich sollte dieser Wert mindestens gehalten werden. Im Jahresverlauf hatte das Unternehmen seine Prognose mehrfach abgesenkt. Im August zog der Aufsichtsrat mit der vorzeitigen Ablösung von Vorstandschef Martin Schomaker auch personelle Konsequenzen. Er scheidet zum Jahresende aus.

Zusätzlich zu den bereits laufenden Sparmaßnahmen kündigte das Unternehmen am Abend ein „umfassendes Programm zur Verbesserung der Ertragslage“ an. Die Details sollen zu Beginn des nächsten Jahres veröffentlicht werden.