Arnold beschäftigt erstmals 1000 Mitarbeiter

Forchtenberg  Das Werk der Würth-Tochterfirma Arnold Umformtechnik in Dörzbach wächst und wächst. Auch im neuen Jahr sollen zusätzliche Stellen entstehen.

Von Manfred Stockburger

Arnold beschäftigt erstmals 1000 Mitarbeiter

Bisher hatte Tina Burkhardt nur einen kurzen Weg zur Arbeit − von Kupferzell in den Gewerbepark Hohenlohe sind es nur wenige Kilometer. Jetzt arbeitet die Industrieelektrikerin im fast 25 Kilometer entfernten Dörzbach bei Arnold Umformtechnik − einem der beiden Hohenloher Standorte des Traditionsunternehmens mit Stammsitz in Forchtenberg-Ernsbach. Die zusätzlichen Kilometer sind für sie aber "akzeptabel", weil sie bei Arnold Umformtechnik eine zukunftsträchtige Anstellung gefunden hat.

Dass sie damit außerordentlich glücklich ist, erklärt sich nicht allein mit dem Blumenstrauß, den sie zur Begrüßung bekam: Die 25-Jährige ist die 1000. Beschäftigte des Unternehmens in Hohenlohe, was für Geschäftsführer Gert-Thomas Höhn und Dirk Döllner großer Grund zur Freude ist. "Umso mehr, als wir mit ihr eine toll ausgebildete Fachkraft für einen Bereich gewinnen konnten, der außerordentlich wächst." Insgesamt haben im Januar 17 neue Mitarbeiter bei Arnold Umformtechnik begonnen.

Offene und freundliche Atmosphäre

Tina Burkhardt gibt die Blumen − jedenfalls im übertragenen Sinn − an ihre neuen Chefs zurück: "Bei der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung in Hohenlohe haben mir Freunde, die dort bereits arbeiten, Arnold sehr empfohlen", erzählt sie. Beim Vorstellungsgespräch habe ihr die offene und freundliche Atmosphäre gut gefallen. "Ich freue mich darauf, als Facharbeiterin in der Produktion von Arnold mitzuarbeiten."

In der Freizeit kümmert sich die Industrieelektrikerin gerne um ihr Pferd und andere Haustiere, bei Arnold ist Tina Burkhardt seit Jahresbeginn Maschineneinstellerin in einem Bereich, in dem vor allem Schrauben für die Autoindustrie hergestellt werden.

Mitarbeiterzahl steigt rasant an

"Frauen sind heute ein ganz wichtiger Faktor in unserer Produktion", betont Dirk Döllner. Damit reagiert Arnold auch auf den Fachkräftemangel. "Das spiegelt sich auch darin wider, dass wir viele weibliche Auszubildende und in der Lehrwerkstatt eine Ausbilderin haben", ergänzt Personalchef Frank Guse.

2011 hatte der traditionsreiche Schraubenproduzent, der seit 1994 zur Würth-Gruppe gehört, die Marke von 500 Beschäftigten überschritten, die das Unternehmen vor dem Krisenjahr 2009 schon einmal berührt hatte. Seit 2012 steigen die Mitarbeiterzahlen rasant an.

117 neue Mitarbeiter seien im vergangenen Jahr eingestellt worden, berichtet Gert-Thomas Höhn. Schließlich sei der Umsatz der Arnold Umformtechnik GmbH 2017 um rund zehn Prozent auf 193,4 Millionen Euro gestiegen − in der Arnold-Gruppe waren es 221 Millionen Euro. Im neuen Jahr soll das Wachstum des ältesten Schraubenproduzenten in Hohenlohe sogar zwölf Prozent betragen − einen Umsatz von 216 Millionen Euro wollen Höhn und Döllner auch mithilfe der Arbeitskraft von Tina Burkhardt in Hohenlohe erwirtschaften. "Auch für 2018 planen wir den Aufbau von mehr als 100 Mitarbeitern in Ernsbach und Dörzbach", sagt Höhn.