R. Stahl sieht positive Signale

Von Manfred Stockburger

R. Stahl sieht positive Signale
Der Auftragsrückgang hat sich bei R. Stahl zum Jahresende 2009 bereits wieder abgeschwächt. Foto: R. Stahl 
Waldenburg - Unter normalen Umständen wären solche Zahlen furchtbar. In Krisenzeiten fällt die Bewertung ganz anders aus: Der Waldenburger Explosionsschutzspezialist R. Stahl hat nach vorläufigen Angaben im vergangenen Jahr einen Umsatz von 201 Millionen Euro erwirtschaftet, was einem Minus von neun Prozent entspricht. Der Auftragseingang ist nur um sieben Prozent zurückgegangen. Er lag bei 208 Millionen Euro. "Die im Branchenvergleich geringen Rückgänge sind auf die rechtzeitig getroffenen, intensiven Krisenmaßnahmen zurückzuführen", sagt Vorstandschef Martin Schomaker.

Beitrag der Mitarbeiter

Zum Ergebnis machen die Hohenloher noch keine Angaben, nach drei Quartalen waren die Zahlen allerdings deutlich positiv gewesen. Dazu haben auch die Mitarbeiter beigetragen, die seit dem Herbst auf fünf Prozent ihrer Löhne und Gehälter verzichtet hatten. Im laufenden Monat werden - wie in der Vereinbarung festgeschrieben - wieder die vollen Bezüge überwiesen.

Produktivität

Positiv ausgewirkt habe sich auch die "stabile finanzielle Situation", heißt es. Neben Kostenprojekten habe man sich so auf das operative Geschäft konzentrieren können. In der Krise sei so die Produktivität gestiegen, sagt Schomaker. "Das hat uns unheimlich viel geholfen. Die Mitarbeiter haben verstanden, dass alle die volle Leistung bringen müssen, wenn man die Stammbelegschaft halten möchte."

Obwohl das vergangene Jahr vergleichsweise gut gelaufen ist, dämpft Schomaker die Euphorie: Das erste Halbjahr werde "noch stark unter dem Einfluss der Weltwirtschaftskrise" stehen. Denn: Die Konjunktur trifft das Unternehmen mit einem Zeitverzug von acht bis zehn Monaten. Die Hohenloher gehen aber davon aus, dass die Talsohle erreicht ist. "Aus den wichtigsten Kundenbranchen kommen erste positive Signale."

An der Börse ist die Stahl-Meldung ausgesprochen gut angekommen: Die Aktie verteuerte sich am Nachmittag um fast acht Prozent.




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