R. Stahl setzt auf den schwarzen Kontinent

Waldenburg  Erst in Russland, jetzt auch in Südafrika: Über Minderheitsbeteiligungen stärkt der Waldenburger Explosionsschutzspezialist seine Präsenz in interessanten, aber schwierigen Märkten.

Von Manfred Stockburger

Über den 35-Prozent-Anteil am bisherigen südafrikanischen Vertriebpartner Esaco möchten die Hohenloher im gesamten Sub-Sahara-Afrika ihre Marktposition verbessern, ohne in Ländern wie Nigeria eigene Mitarbeiter einsetzen zu müssen.

"Die Südafrikaner wissen, wie die Verhältnisse vor Ort sind und wie sie sich sicherheitstechnisch zu bewegen haben", sagt R. Stahl-Vorstandschef Martin Schomaker auf Stimme-Anfrage. Zu den finanziellen Details schweigt er, der Betrag könne jedoch aus dem laufenden Geschäft heraus finanziert werden. Esaco verfügt auch über eine kleine Produktionsstätte.

Mittelfristig erwarten die Hohenloher durch die Beteiligung eine Umsatzsteigerung um 15 bis 20 Millionen Euro.

Auf das aktuelle Zahlenwerk wirk sich die Beteiligung, die nicht konsolidiert wird, nicht aus - der nächste Finanzbericht steht am 10. November an. Es stünden aber keine nennenswerten Überraschungen mehr an, sagt Schomaker - im Sommer hatte R. Stahl seine Umsatz- und Gewinnprognosen reduziert, weil die Ölbranche ihre Investitionen in der Weiterverarbeitung kürzt.