Lohnverzicht statt Kurzarbeit bei R. Stahl

Von Manfred Stockburger

Waldenburg - Schon im Frühjahr hatte die Waldenburger R. Stahl AG vorsorglich eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat über Kurzarbeit geschlossen. Jetzt geht das Unternehmen einen anderen Weg. Um die Last, die durch Probleme in Teilbereichen des Unternehmens entsteht, gerecht zu verteilen, haben sich die Betriebsparteien auf einen flächendeckenden Entgeltverzicht geeinigt.

Demnach verzichten die Beschäftigten des Standorts Waldenburg vorübergehend auf fünf Prozent ihrer Bezüge, um die Kostenbasis des Unternehmens zu verringern. Als Spätzykliker erreichen den Explosionsschutz-Anbieter die Auswirkungen der Wirtschaftskrise nämlich erst jetzt in vollem Umfang.

Ohne die Einschränkungen, die Kurzarbeit für ein Unternehmen bedeutet, könne der Unternehmensbetrieb bei diesem Vorgehen nahezu ungehindert weiterlaufen, heißt es in Waldenburg. „Selbstverständlich beteiligen sich die Führungskräfte auch an der Fünf-Prozent-Lösung und verzichten darüber hinaus noch auf einen wesentlichen Anteil ihrer variablen Vergütung“, sagt Vorstandschef Martin Schomaker. „Es freut mich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Solidarität im Sinne des Unternehmens und der Gesamtbelegschaft zeigen.“

Betriebsratschef Dieter Heppner lobt den freiwilligen Verzicht als „gerechte Lösung“, weil jeder Kollege unabhängig von seinem persönlichen Arbeitsaufkommen auf den gleichen Anteil verzichte. Für den Einzelnen bleibe das Minus auf dem Konto damit überschaubar. Die Vereinbarung ist zunächst bis Ende Januar 2010 befristet.





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