Irakische Akademiker besichtigen Ziehl-Abegg

Stephan Wagner (links) gibt 15 Akademikern aus dem Irak Einblick in die hohe Fertigungstiefe im Ventilatorenwerk von Ziehl-Abegg. 
Künzelsau - 15 Akademiker aus dem Irak haben die Fertigungsanlagen für Ventilatoren bei Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe in Waldenburg besichtigt. Hintergrund ist eine Gemeinschaftsinitiative von Deutschem Industrie- und Handelskammertag, Auswärtigem Amt und Goethe-Institut.

Die irakischen Teilnehmer sind von der deutschen Botschaft in Bagdad und dem Generalkonsulat in Erbil ausgesucht worden. Nach einem Monat Sprachkurs im Irak folgte ein vierwöchiger Deutschkurs im Haller Goethe-Institut. Bevor die Teilnehmer für Praktika auf Unternehmen im ganzen Bundesgebiet verteilt werden, wollten die Akademiker noch eine moderne industrielle Fertigung sehen: bei Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe.

Stephan Wagner zeigte den Irakern das Ventilatorenwerk an der A6. Abkantpressen und Laserschneidmaschinen begeisterten die Akademiker ebenso, wie die minutiös geplanten Abläufe im ganzen Werk. „Wir fertigen keine Ventilatoren auf Halde, wir produzieren immer auf Bestellung“, erklärte Wagner das Konzept. Im Hochregallager mit mehr als 10.000 Palettenstellplätzen befinden sich ausschließlich Einzelteile, um flexibel mehr als 4.500 Varianten von Ventilatoren herstellen zu können. Mit großem Interesse ließen sich Iraker über die hohen Qualitätsstandards und die anspruchsvollen Arbeitsfelder der 300 Mitarbeiter informieren.

Ziel der so genannten „Irak-Horizonte“ ist die Weiterbildung junger, bereits berufstätiger, irakischer Akademiker, um ein Netzwerk von qualifizierten und an Deutschland interessierten Entscheidungsträgern in Regierung und Unternehmen im Irak aufzubauen. red

 




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