Unfälle und Behinderungen durch Schneeglätte

Hohenlohe - Schneefall und Schneeverwehungen führten dazu, dass am Montagnachmittag ab 15 Uhr auf der Bundesstraße 19 zwischen Künzelsau und Gaisbach im Bereich der Kupfersenke vorübergehend nichts mehr ging. Dort hatten sich zwei Lastzüge festgefahren und blockierten die Bundesstraße, so dass diese komplett gesperrt werden musste. Der Verkehr wurde umgeleitet, teilte die Polizei heute mit.

Aufgrund des Rückstaus kam auch der Streudienst erst gegen 16.30 Uhr durch und konnte die blockierte Strecke räumen, so dass diese ab 17.15  Uhr wieder frei gegeben werden konnte.

Drei Schwerverletzte

Daneben beschäftigten bis in die Abendstunden insgesamt 13 Verkehrsunfälle die Beamten der Polizeidirektion Künzelsau mit drei Schwerverletzten und rund 60.000 Euro Sachschaden.

 Bildergalerie: Verkehrsunfall bei Weißbach | 02.02.



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Der schwerste Unfall ereignete sich gegen 17 Uhr auf der Landesstraße 1045 bei Weißbach. Dort geriet ein 25-jähriger Golffahrer in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einem 21-jährigen VW-Fahrer zusammen. Durch den Aufprall wurde der VW von der Straße geschleudert.

Der Verursacher prallte dann nochmals frontal gegen einen weiteren entgegenkommenden Renault . Durch den Unfall wurde der 25-Jährige in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Alle drei Fahrer erlitten schwere Verletzungen und wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Bei den übrigen zwölf Unfällen, die sich in Künzelsau, Öhringen, Kupferzell, Bretzfeld, Pfedelbach und Waldenburg ereigneten, blieb es bei Blechschäden.

Noch gesucht wird der Verursacher eines Unfalls um 13.40 Uhr auf der Bundesstraße 19 kurz vor Gaisbach. Dort fuhr eine 38-jährige Kleinlasterfahrerin, als ein entgegenkommender Lastwagen eine Eisplatte verlor, die gegen ihr Fahrzeug krachte und den Außenspiegel zerstörte. Zeugen, die Hinweise zu dem gesuchten Lkw geben können, sollten sich unter Tel. 07940/9400 bei der Künzelsauer Polizei melden.

Schneeunfälle auf A6

22.000 Euro Sachschaden entstanden am Montagabend bei einem Unfall auf der A6 bei Bretzfeld in Fahrtrichtung Nürnberg. Ein Audi-Fahrer war um 19.55 Uhr auf der schneeglatten Fahrbahn wohl zu schnell unterwegs. Als er vom mittleren auf den linken Fahrstreifen wechseln wollte, verlor er die Kontrolle über sein Auto und geriet zunächst in die Mittelleitplanken. Anschließend schleuderte er über die Fahrbahn und blieb auf dem Standstreifen stehen.

Einer Eisplatte, die von einem Laster herunter fiel, wich ein Audi-Fahrer am Montag um 17.10 Uhr auf der A6 an der Aussfahrt Bretzfeld aus. Dabei kam er nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanken. Es entstand Sachschaden in Höhe von 3.200 Euro.

Landkreis Schwäbisch Hall

Heftige Schneefälle und ein kräftiger Wind sorgten auch im Landkreis Schwäbisch Hall für zahlreiche Behinderungen auf den Straßen. So wurden gegen 2 Uhr zum Teil mannshohe Schneeverwehungen auf der Landesstraße 2218 bei Ilshofen und den umliegenden Straßen gemeldet. Schneeverwehungen gab es auch im Bereich Gerabronn und Blaufelden. Die Schneepflüge der Straßenmeistereien kamen nicht mehr durch, weshalb sogenannte Schneeschleudern im Einsatz waren.

Voll gesperrt werden musste am Dienstag von 5.30 Uhr bis 7.30 Uhr die Landesstraße 1060 bei Obersontheim. Ein Lastzug war im Graben gelandet. Wegen extremen Schneeverwehungen geriet eine Toyota-Fahrerin zwischen der Abzweigung Ummenhofen und Hausen ins Schleudern. Sie prallte gegen den Anhänger des entgegenkommenden Lastzugs. Um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, hatte der Trucker zuvor sein Gespann in den Graben gelenkt. Der entstandene Sachschaden addiert sich auf 7500 Euro.

Auf der Kreisstraße 2557 bei Braunsbach kam am Montag um 17.30 Uhr ein VW-Golf-Fahrer wegen Schneeglätte nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei beschädigte er einen Weidezaunstickel und einige Meter Stacheldrahtzaun.

Behinderungen dauern an

Auch heute Morgen behinderten schneeglatte Straßen den morgendlichen Berufsverkehr in der gesamten Region. Bis gegen 9 Uhr wurden fünf kleinere Unfälle gemeldet, wobei es allesamt bei Blechschäden blieb. Die Räumdienste sind weiter im Einsatz. red

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02.02.2010

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