Stall brennt lichterloh - 450 Schweine verenden

Von Oliver Färber

Neuenstein - Ein Großbrand auf dem Klumpenhof hat am Montagmittag rund 450 Schweine das Leben gekostet. Die Stallscheune, in der sie untergebracht waren, brannte aus. Die wenigen Tiere, die überlebt hatten, wurden auf Beschluss des Veterinäramts noch getötet. Nur rund zwei Dutzend Rinder konnten die Besitzer retten.

 Bildergalerie: Großbrand in Neuenstein | 30.11.



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Es ist kurz nach 12 Uhr als der Brand der Stallscheune auf dem Klumpenhof bei Neuenstein bemerkt wird. Bis die ersten Feuerwehrleute eintreffen, schlagen die Flammen schon aus dem Dach. Die Landwirtsfamilie Herrmann, denen der Hof gehört, handelt schnell: So gelingt es rund 24 Rinder hinaus auf die Weide zu treiben. Auch etliche Schweine können sie nach draußen bringen. Später müssen sie trotzdem getötet werden.

Die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot an. Die Freiwillige Feuerwehr Neuenstein mit ihren Abteilungen wird von der Öhringer Stützpunktwehr unterstützt. 80 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Sie schaffen es zwar nicht, das Ausbrennen der großen Stallscheune zu verhindern. Dafür retten sie die in der nahen Umgebung stehenden Wohn- und Wirtschaftsgebäude, indem sie das Feuer schnell eingrenzen. Bis in die Nacht sind die freiwilligen Helfer vor Ort, um die letzten Brandnester zu ersticken und Brandwache zu halten.

Auch das Veterinäramt ist schnell zu Stelle. Da das Fleisch der Schweine, die zwar überlebt aber viel Rauchgas eingeatmet hatten, nicht mehr in den Handel kommen darf, wird die Notschlachtung der Tiere angeordnet. Nach derzeitigen Schätzungen sind damit rund 450 Schweine Opfer des Brandes geworden. Nach ersten Meldungen gibt die Polizei den entstandenen Sachschaden mit rund 250.000 Euro an.

Ausmaß

„Wir sind erst heraus gekommen als der Hund wie wild gebellt hat“, sagt ein Nachbar vor Ort. Er habe schnell mit 112 die Feuerwehr alarmieren wollen, die Leitstelle wusste aber schon passiert. „Es ist schlimm“, sagt der ältere Mann und richtet sein Blick auf das Gebäude. Auch Bürgermeisterin Sabine Eckert-Viereckel ist vor Ort. Sie ist schockiert über das Ausmaß des Feuers.

Bäuerin Margarete Herrmann kann noch gar nicht fassen, was passiert ist. „Es ist aber schon gut, dass wir die Rinder retten konnten“, meint sie. Die schreien auf der Weide nebenan. Bilder des Großbrands auf dem nahen Emmertshof 2005 werden wach. Damals mussten rund 100 Schweine sterben.

Auch die Kriminalpolizei hat schon ihre Ermittlungen aufgenommen. Offiziell gibt es noch keine Informationen. Nach ersten Spekulationen, die vor Ort die Runde machten, wird ein technischer Defekt des automatischen Fütterungssystems dabei nicht ausgeschlossen.





Großbrand in Neuensteiner Stallscheune - 30.11.09 auf einer größeren Karte anzeigen
30.11.2009

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