Jugend forscht: Viel regionaler und immer digitaler

Künzelsau  Der Regionalwettbewerb von Jugend forscht für Heilbronn-Franken wird zum 20. Mal ausgerichtet. Seit den Anfängen hat sich einiges verändert.

Von unserer Redaktion

Jugend forscht: Viel regionaler und immer digitaler

Auszubildende von EBM-Papst nehmen regelmäßig am Regionalwettbewerb teil, etwa Tristan Eberle, hier bei Vorbereitungen auf Jugend forscht 2016.

Foto: privat

 

Der Mulfinger Ventilatorenhersteller EBM-Papst ist von Anfang an Patenunternehmen von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, der Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, eigene Projekte zu verwirklichen und sich mit anderen gleichaltrigen Tüftlern zu messen.

Zahl der Projekte verdoppelt

127 Teilnehmer in 69 Projekten gehen vom 22. bis 24. Februar in Künzelsau an den Start. Das sind doppelt so viele Projekte wie bei der ersten Auflage des Regionalwettbewerbs, der 1999 mit 35 Projekten und 74 Teilnehmern begann.

Bernd Ludwig, Ausbildungsleiter bei EBM-Papst, erinnert sich noch gut an die Anfänge. Das Unternehmen habe sich schon immer dafür stark gemacht, junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Deshalb habe die Patenschaft Sinn gemacht.

Veranstaltungsort Hochschul-Campus Künzelsau

Die Teilnehmerzahl wuchs rasch und bereits ein Jahr später war die Stadthalle in Künzelsau zu klein geworden. Als neuer Veranstaltungsort etablierte sich der Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn. "Als Ort des Lernens ist die Hochschule nicht nur thematisch sehr passend für Jugend forscht. Wir sind froh, die Infrastruktur nutzen zu dürfen und genießen die volle Unterstützung seitens des Hochschulpersonals", sagt Bernd Ludwig. Auch am Hochschulstandort Künzelsau gibt es in diesem Jahr Grund zu feiern: Der Campus besteht seit 30 Jahren und die von EBM-Papst geförderte Technik Initiative Campus Künzelsau (TICK) geht nach fünf Jahren in die nächste Runde.

Was sich am meisten verändert hat

Wie hat sich der Wettbewerb in den letzten Jahren verändert? "Zum einen ist er sehr viel regionaler geworden, da die Bekanntheit in der Region gestiegen ist und wir somit mehr Teilnehmer von hier haben", erklärt Simone Germann aus der Ausbildungsabteilung von EBM-Papst, die den Wettbewerb im ersten Jahr noch selbst als Auszubildende mitorganisierte.

"Außerdem wird Jugend forscht immer digitaler. Früher wurde für die Projekte mehr gebastelt, heute geht der Trend zu Apps und Software-Anwendungen." Und noch etwas fällt ihr auf: Die Kinder und Jugendlichen sind viel selbstständiger und sogar disziplinierter als vor 20 Jahren und stehen pünktlich an den laut Plan vereinbarten Treffpunkten bereit.

Selbstbewusstsein und Selbstverantwortung

Durch Jugend forscht gewinnen die Teilnehmer an Selbstbewusstsein, erkennen ihr Potenzial und lernen, selbstverantwortlich zu arbeiten und die eigenen Ideen vor einer Fachjury zu präsentieren und zu verteidigen. Eigenschaften, die an Auszubildenden hoch geschätzt werden, weshalb sich auch viele regionale Firmen mit eigenen Projekten beteiligten. 2017 erreichten Jan-Hendrik Egly und Jonas Baumann von Bürkert in Ingelfingen beim Bundeswettbewerb den dritten Platz im Bereich Arbeitswelt. Insgesamt schafften es bislang sieben Projekte vom Regionalwettbewerb in Künzelsau über den Landeswettbewerb auf die Bundesebene.