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Kälterekord ab minus 25,8 Grad
Von unserer Redakteurin Yvonne Tscherwitschke
Hohenlohe - Zapfenkalt ist es in Hohenlohe. Und zwar ausnahmsweise einmal im Wortsinn. Meterlange, armdicke Eiszapfen wachsen an Felswänden und sorgen für zauberhafte Winterimpressionen. Dampf steigt über dem Kocher auf, der an ruhigen Stellen zugefroren ist. Bei Weißbach schieben sich Eisschollen zu einer ungewöhnlichen Landschaft aufeinander. Am Uferrand glitzern bizarre Gräserformationen. An Fenstern und auf Windschutzscheiben sind Eisblumen aber selten: Die kalte Luft ist so trocken, dass man kaum Scheiben kratzen muss. Wie schön. So kann man sich auf die schönen Seiten des Winters konzentrieren.
Wintersport
"Winter ist toll", freut sich Jessica Haag. Die 14-Jährige geht gerne Schlittschuhfahren auf dem Schleierhofer See. "Aber es hat mächtig geknackt", so die Forchtenbergerin. "Anfangs hat man da ein bisschen Bammel. Aber da gewöhnt man sich dran." Zufällig hat sie sich auf dem See mit Kim Saffrich getroffen. "Und dann waren wir vier Stunden auf dem Eis gewesen", berichten die Schülerinnen von einem erlebnisreichen Wintersporttag. Am Donnerstag gibt es für die Schüler am Bildungszentrum Niedernhall zudem noch Schnee: Sie fahren zum Wintersporttag ans Oberjoch, Schlitten und Ski sind dabei.
Das ist nichts für Hannah Kopp. Die 14-Jährige ist bekennende Frostbeule. Von warmen, langen Unterhosen hält sie nichts. Und packt sich auch ansonsten nicht gar so warm ein: "Da sieht man so blöd und dick aus", klagt die 14-Jährige, steckt lieber die Hände in die Jackentasche und freut sich, dass ihr die zwölfjährige Nadja Herzog immer wieder mal die blau gefrorenen Finger warm reibt. Nadja macht die Kälte wenig aus: "Da sieht die Landschaft so schön aus", sagt sie. "Und man freut sich umso mehr an einem Feuer, wenn man durchgefroren vom Eislaufen ins Haus kommt", ergänzt Freundin Erika Scholl. Das wird laut Wettervorhersage noch einige Tage so bleiben. Mit minus 14,5 Grad waren die Nächte auf Sonntag und Montag bisher die kältesten des Winters. Gemessen hat Erika Heinz von der Wetterstation in Öhringen die Frostgrade kurz vor Sonnenaufgang. Und zwar zwei Meter über Grund. "Direkt am Boden war es mit minus 17,5 Grad noch kälter."
Wer jetzt meint, das seien Rekordtemperaturen, noch nie zuvor sei die Nase derart rot gefroren gewesen, der täuscht: Für neue Rekorde müssen minus 25,8 Grad unterboten werden. Die wurden am 2. Februar 1956 gemessen. "Das war der kälteste Februartag", erklärt Erika Heinz. Und wer meint, der Winter sei nach dieser Kälteperiode vorüber, könnte sich ebenfalls täuschen: Es ist nicht immer nur Anfang Februar bitterkalt: Mit minus 16,5 Grad verabschiedete sich der Februar 2005 für einen minus 17,3 Grad kalten März.
Polizeiticker
Pfedelbach 09:08 Uhr
Hasen ausgewichen – Totalschaden
Krautheim 09:07 Uhr
Öhringen 09:07 Uhr
Unvorsichtig rückwärts gefahren
Kupferzell 09:06 Uhr
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